RVR-Direktor sieht Licht und Schatten
Land zieht positive Bilanz zur Ruhr-Konferenz
Von 73 Projektvorschlägen sind inzwischen 42 erfolgreich abgeschlossen, 16 weitere befinden sich in Umsetzung und 15 Projektvorschläge werden nicht weiterverfolgt, so fällt die Zwischenbilanz der Landesregierung zur Ruhr-Konferenz aus. Der neue Fortschrittsbericht mache deutlich: Die Chancenregion Ruhr ist keine Vision mehr, sondern gelebte Realität. Besonders hervorgehoben werden in der Bilanz Projekte im Rahmen der internationalen Spitzenforschung oder für Bildungschancen junger Menschen.
So ist mit der Research Alliance Ruhr der Universitätsallianz Ruhr ein leistungsstarkes Bündnis für internationale Spitzenforschung aufgebaut worden. Seit dem Start 2022 wurden 27 neue Forschungsprofessuren besetzt, insgesamt entstehen mehr als 50 neue Professuren. Und: Die Universitätsallianz hat vier Vollanträge in der Exzellenzstrategie als Exzellenzcluster gestellt. Mit den TalentWerkstätten für Jugendliche im Ruhrgebiet eröffnet das Land jungen Menschen aus benachteiligten Quartieren neue Bildungs- und Zukunftschancen. Bis Ende 2024 konnten durch den innovativen Ansatz des Projektes rund 1.500 sonst schwer erreichbare Jugendliche angesprochen und bei der Berufs- und Lebensplanung unterstützt werden. Beispielgebend ist auch die Sicherheitskooperation Ruhr (SiKo Ruhr). In ihr bündelt das Land NRW in Polizei, Zoll, Bundespolizei und Kommunen Kräfte im Kampf gegen Clankriminalität. Zur Siko mit Sitz in der Stadt Essen gehören weit über 100 Netzwerkpartner.
RVR-Regionaldirektor Garrelt Duin sieht in der Zwischenbilanz zur Ruhr-Konferenz Licht und Schatten für das Ruhrgebiet: „Projekte der Ruhr-Konferenz zur Förderung der Spitzenforschung sind zu begrüßen, denn sie stärken bereits vorhandene Exzellenzen in der Wissenschaftslandschaft im Ruhrgebiet. Gemeinsam wollen und werden wir auch zusätzliche Angebote schaffen, die die Bildungschancen von jungen Menschen erhöhen. Um aber der wirtschaftlichen Entwicklung zusätzliche Impulse zu geben, braucht das Ruhrgebiet schnelle und weniger bürokratische Zugänge zu Förderprogrammen des Landes und Unterstützung bei der Reaktivierung und Entwicklung brachliegender Flächen. Auf den alten Industrieflächen liegen große Zukunftschancen für das Ruhrgebiet, die wir nur mit der Unterstützung von Land, Bund und EU für die Entwicklung der Region aktivieren können.“
Die Ruhr-Konferenz wurde 2018 als Forum von der Landesregierung gestartet, um Projekte für das Ruhrgebiet in zahlreichen Gebieten von Wirtschaft und Wissenschaft über Kultur und Gesellschaft bis Tourismus und Sport zu entwickeln.