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Der Spoonbilled Sandpiper (Löffelstrandläufer) wird von seinen Fans „Spoonie“ genannt. Der kleine Watvogel mit dem außergewöhnlichen Schnabel ist vom Aussterben bedroht.

Diplomatischer Balanceakt durch kleinen Vogel

Kino-Tipp 'Saving Spoonie'

Update, 8 Juli 2026

„Saving Spoonie“ läuft im Casablanca Bochum am Sonntag, 12. Juli 2026, um 11.30 Uhr (Sektmatinee) sowie im Düsseldorfer Bambi am Samstag (11.) und Sonntag (12.) jeweils um 15 Uhr.

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„Spoonie“, der Löffelstrandläufer, wäre ohne Dr. Christoph Zöckler und eine eingeschworene internationale Gruppe von Ornithologen längst ausgestorben. Als wäre das nicht an sich schon schlimm genug, verläuft die Flugroute des spatzengroßen Watvogels, mit dem sonderbaren, am vorderen Ende auffällig verbreiterten Löffelschnabel, von Russland über Nordkorea, China bis nach Myanmar und führt so durch die Krisenregionen des letzten Jahrzehnts.

Politische Herausforderung

Die Arbeit der Task Force wird unversehens zu einer politischen Herausforderung und einem diplomatischen Balanceakt zwischen Russen, Deutschen, Chinesen, Engländern und weiteren Mitgliedern des Flyway. Während ein ambitionierter Zuchtversuch in England zu scheitern droht, erreicht der Spoonbilled Sandpiper in China ungeahnte Popularität. Von seinen Fans liebevoll als „Spoonie“ bezeichnet, wird er zum Poster-Boy einer erwachenden chinesischen Umweltbewegung.

Doch während seine Bekanntheit ständig wächst, nimmt die Zahl der real existierenden Vögel, trotz weltweiter Bemühungen, weiterhin dramatisch ab. So diskutieren die exzentrischen Vogelliebhaber, ob es noch ein, zwei oder, wie Optimisten meinen, dreihundert brütende Paare auf der Welt gibt. Und so spiegelt sich in der Tragikomödie über Spoonies Schicksal der Kampf um die bedrohte Vielfalt, in einer zerbrechlich gewordenen Welt.

Fokus liegt auf den Vogelschützern

1970 in München geboren, sammelte Till Harms seine ersten Regieerfahrungen im Berliner Off-Theater der 90er Jahre. Es folgten verschiedene Theatertätigkeiten, darunter auch Video Visual auf verschiedenen Bühnen. Nach einem Lektoratspraktikum beim ZDF arbeitete Harms als Lektor für „Das kleine Fernsehspiel“ und die Niederösterreichische Filmstiftung. Neben seinen eigenen Projekten besuchte er die Filmklasse von Thomas Arslan an der Universität der Künste Berlin und arbeitet als dramaturgischer Berater für Dokumentarfilme. „Saving Spoonie“ ist nach „11 und 12“ (1999) und „Die Prüfung“ (2016) sein dritter Kinodokumentarfilm.

„Spoonie“ ist zum Poster-Boy einer erwachenden chinesischen Umweltbewegung und inzwischen weit darüber hinaus geworden.

Till Harms im Real Fiction-Presseheft: „Der Fokus des Films liegt auf den Vogelschützern – nicht auf dem Vogel selbst. Mich fasziniert, wie sie trotz der geringen Überlebenschancen des Löffelstrandläufers und trotz aller politischen Hindernisse unermüdlich für sein Fortbestehen kämpfen. Mit Spoonie als Wappentier erreichen sie dabei auch vieles, was dann weniger populären Arten zugutekommt. Aber darüber hinaus ist der Vogel auch ein Symbol dafür, dass wir uns - über alle Unterschiede hinweg - irgendwie verständigen müssen, wenn wir den zunehmenden Bedrohungen unserer Welt etwas entgegensetzen wollen.“

Nur wenige Kinos

Die Bildgestaltung, wie die Kameraarbeit heute genannt wird, liegt in den erfahrenen Händen von Börres Weiffenbach, u.a. mit dem Grimme-Preis, dem Deutschen Kamerapreis, dem Bayerischen Fernsehpreis und dem Robert Geisendörfer Preis ausgezeichnet.

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Die 87-minütige Dokumentation ist am 16. April 2026 beim Filmfest Bremen uraufgeführt worden und jetzt in einigen Kinos gestartet. Bei uns zu sehen im Sweetsixteen Dortmund, im Casablanca Bochum (Sektmatinee am Sonntag, 5. Juli 2026, um 11.30 Uhr) sowie im Filmstudio Glückauf Essen (5. und 6. Juli 2026).

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  • Sonntag, 5. Juli 2026, um 11:30 Uhr
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  • Sonntag, 5. Juli 2026
  • Montag, 6. Juli 2026
Donnerstag, 2. Juli 2026 | Autor: Pitt Herrmann