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Sada Abe (Eiko Matsuda), eine ehemalige Prostituierte, unterhält eine leidenschaftliche Beziehung zu Kichizō Ishida (Tatsuya Fuji), dem Besitzer des Geisha-Hauses, in dem sie als Dienstmädchen arbeitet.

Zum 50. Jubiläum in 4K-Qualität

Kino-Tipp: 'Im Reich der Sinne'

Update 10. Juni 2026

Zum Kinostart am 11. Juni 2026 zu sehen im Capitol Bochum (OmU), Eulenspiegel Essen und Bambi Düsseldorf.

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Zum 50. Jubiläum des Kinostarts von „Im Reich der Sinne“ bringt Rapid Eye Movies die neu restaurierte 4K-Version des Filmklassikers von Regisseur Nagisa Ōshima am Donnerstag, 11. Juni 2026 bundesweit in die Kinos. In Nordrhein-Westfalen wird es zuvor zwei Previews der 105-minütigen französisch-japanischen Produktion aus dem Jahr 1976 geben: am Samstag, 6. Juni 2026, um 20 Uhr in den Kölner Lichtspielen Kalk sowie am Dienstag, 9. Juni 2026, um 21.30 Uhr im Düsseldorfer Bambi.

Aus Affäre wird Obsession

Im Tokio der 1930er-Jahre beginnt Sada Abe (Eiko Matsuda), eine ehemalige Prostituierte, eine leidenschaftliche Beziehung mit Kichizō Ishida (Tatsuya Fuji), dem Besitzer des Geisha-Hauses, in dem sie jetzt als Dienstmädchen arbeitet Schon bald verwandelt sich ihre Affäre in eine gegenseitige Obsession, in der das Verlangen jede äußere Realität verschlingt. Kichizō verlässt schließlich seine Familie, um ganz bei Sada zu sein – mehr und mehr verfällt er ihr.

Abgeschottet von der Außenwelt geben sich die beiden ganz der grenzenlosen sexuellen Begierde hin. Gemeinsam tauchen sie immer tiefer in die Welt der Leidenschaft bis hin zum Lustschmerz ein. Ihre Lust bricht mit sämtlichen Tabus und führt schließlich zu Kichizōs Tod, denn Sada tötet ihn auf seinen Wunsch hin beim Liebesakt.

Realer Kriminalfall

„Im Reich der Sinne“ („Ai no korīda“) ist der global bekannteste Film des japanischen Regisseurs Nagisa Ōshima. Er sorgte bei seinem Erscheinen für einen Skandal und wurde vielerorts vorübergehend verboten. Der Film beruht auf einem realen Kriminalfall um Abe Sada, der sich so ähnlich 1936 in Japan zugetragen hat.

Ab 18 Jahren ist Nagisa Ōshimas Kultfilm „Im Reich der Sinne“ zugelassen, der jetzt in neuer 4K-Qualität in die Kinos kommt.

Er geht weit über bloße Erotik hinaus und wird zu einer radikalen Erforschung von Verlangen, Freiheit und den gesellschaftlichen Konventionen, die die Gesellschaft setzt. Zwischen Ekstase und Zerstörung hinterfragt der Film die Grenze zwischen Liebe, Obsession und dem Verlust des eigenen Selbst.

Oshima spricht von Befreiung

Nagisa Oshima über seinen Film, der im Wettbewerb des Int. Filmfestivals Cannes lief, die „Sutherland Trophy“ des British Film Institute Awards erhielt und beim Chicago Int. Film Festival mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet wurde: „Seine Existenz ist pornografisch — unabhängig von seinem Inhalt. (...) Der Begriff der Obszönität wird geprüft, wenn man es wagt, etwas anzusehen, das man unbedingt sehen möchte, sich aber selbst verboten hat anzusehen. Wenn man das Gefühl hat, dass alles, was man sehen wollte, enthüllt wurde, verschwindet die Obszönität, ebenso das Tabu, und es entsteht eine gewisse Befreiung.“

„Im Reich der Sinne“ läuft regulär am 11. Juni 2026 u.a. im Essener Eulenspiegel an.

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  • Donnerstag, 11. Juni 2026
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  • Dienstag, 9. Juni 2026, um 21:30 Uhr
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  • Samstag, 6. Juni 2026, um 20 Uhr
Dienstag, 2. Juni 2026 | Autor: Pitt Herrmann