Karnevals-Tipps der Polizei

Rosenmontags-Zug 2017.
Motorradpolizist beim Rosenmontagszug 2017. Foto: Stefan Kuhn

Volker Schütte, Sprecher Polizei Bochum, gibt Verhaltens-Tipps zu denTollen Tagen 2018, von Weiberfastacht bis Aschermittwoch, 8.-14. März: „Große Taschen oder Rucksäcke sollten aus Sicherheitsgründen nicht zu den Karnevalsumzügen mitgenommen werden. Kamellen können auch in mitgebrachten Tüten oder Stofftaschen gesammelt werden. Im Gedränge der Rosenmontags-Umzüge werden leider auch wieder Taschendiebe versuchen, Beute zu machen. Damit das nicht gelingt, hier einige Tipps: Rechnen Sie vor allem in Menschenmengen damit, dass Diebe Sie ablenken und dann bestehlen wollen. Bleiben Sie misstrauisch, wenn Sie von Unbekannten angesprochen oder angetanzt werden - mit welchem Anliegen auch immer. Tragen Sie Wertsachen, Schlüssel und Dokumente nicht in der Handtasche bei sich, sondern verteilen Sie sie in den verschlossenen Innentaschen Ihrer Oberbekleidung. Empfehlenswert sind auch Brustbeutel und Geldgürtel. Und ganz wichtig: Nehmen Sie nur so viel an Bargeld mit, wie Sie brauchen.

Robert Freise hat den Rosenmontagszug am Robert-Brauner-Platz mit seiner Kamera festgehalten.
Alkohol ja - Autofahren nein. Foto: Robert Freise

Alkohol am Steuer ist immer ein No-Go. Wer feiert, sollte zu Fuß gehen oder mit Bus, Bahn oder dem Taxi fahren. Auch in diesem Jahr wird es zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch wieder Verkehrskontrollen geben - auch auf den sogenannten Ausweichstrecken. Schon ab 0,3 Promille kann der Führerschein entzogen werden, wenn Anzeichen von Fahruntauglichkeit vorliegen oder man an einem Verkehrsunfall beteiligt ist. Auch Radfahrer laufen Gefahr, ihren Führerschein, falls vorhanden, zu verlieren und sich in einem Strafverfahren verantworten zu müssen. Wer nach einer durchzechten Nacht wieder raus muss, sollte den Restalkohol nicht unterschätzen. In einer Polizeikontrolle am Vormittag fällt das sofort auf und der Führerschein ist erst mal weg. Für junge Fahrer unter 21 Jahren sowie für Führerscheinneulinge, die sich noch in der Probezeit befinden, gilt absolutes Alkoholverbot.

Rosenmontags-Zug 2017.
Rosenmontags-Zug 2017. Foto: Stefan Kuhn

Das Augenmerk der eingesetzten Kräfte ist natürlich auch wieder auf Kinder und Jugendliche gerichtet, wenn diese Alkohol trinken. Schnaps ist unter 18 Jahren absolutes Tabu - das gilt auch für Mischgetränke. Auch wer für unter 18-Jährige branntweinhaltige Getränke besorgt, muss mit Strafen rechnen. Bier und Wein sind erst ab 16 Jahren erlaubt. 2017 gab es kein außergewöhnliches Kriminalitäts-Aufkommen und es blieb ruhig. Genau so soll es auch in diesem Jahr bleiben. Dazu können alle beisteuern. Gegenseitige Rücksicht im Gedränge an den Umzugswegen sowie das Befolgen der Anweisungen des Sicherheitspersonals, tragen zum Karnevalsspaß bei.

Stichwort Zivilcourage: Bei Auffälligkeiten während eines Umzugs bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr sondern sprechen umgehend den Polizisten vor Ort an oder informieren über den Notruf 110 die Leitstelle im Polizeipräsidium. Das gilt auch, wenn Personen in Bedrängnis geraten sind oder Hilfe benötigen. Die Einsatzkräfte sind in der Nähe und können sofort eingreifen. Das Polizeipräsidium Bochum wünscht allen Karnevalisten wieder eine tolle närrische Zeit."