Joachim Król live auf Zollverein

Netzwerken beim Karneval: Joachim Król (l.) als Baudezernent Stüssgen.
Netzwerken beim Karneval: Joachim Król (l.) als Baudezernent Stüssgen. Foto: WDR/Frank Dicks

Im Rahmen des dritten Festivals lit.Ruhr, das von Dienstag bis Sonntag, 8.-13. Oktober 2019, insgesamt 76 Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene voller literarischer Entdeckungen, großer Literaturstars, relevanter Sachbücher und Porträts bedeutender Autoren bündelt, ist der Herner Schauspieler Joachim Król gleich zweimal live zu erleben. Zudem sollte der Wahl-Kölner demnächst gleich zweimal über den Bildschirm flimmern: Am Mittwoch, 9. Oktober 2019, um 20:15 Uhr in „Der König von Köln“ im „Ersten“ und am Freitag, 18. Oktober 2019, um 20.15 Uhr in „Die Spur der Mörder“ auf Arte. Zumindest der zweite Film ist anschließend auch in der Mediathek des deutsch-französischen Senders abrufbar. „Der König von Köln“ ist aus bisher unbekannten Gründen kurzfristig vom ARD-Programm abgesetzt worden.

Jack London

Der Journalist Paul Ingendaay und der Schauspieler Joachim Król stellen am Freitag, 11. Oktober 2019, um 19:30 Uhr in der Halle 5 auf Zollverein (Areal A), Gelsenkirchener Straße 181 in Essen, Jack London vor. Dessen Abenteuerromane „Wolfsblut“ und „Der Seewolf“ machten ihn zur Legende: Von Klondike bis zur Südsee erstrecken sich die Schauplätze seiner schriftstellerischen Werke. Dabei war sein Weg zum gefeierten Autor mühselig. Schon als Kind musste Jack London in einer Konservenfabrik arbeiten, um zum Familienunterhalt beizutragen. Als Jugendlicher verdingte er sich als illegaler Austern-Pirat in der Bay Area. Später galt Jack London als erfolgreichster Schriftsteller der Welt. Er frönte dem Alkohol, galt als Bad Boy und sah blendend aus. Seine Energie war grenzenlos: Er versuchte sich auf einer eigenen Farm im Biolandbau und entwickelte parallel in zahlreichen politischen Essays sozialistische Ideen. Sein Einsatz für die Armen und Ausgestoßenen und sein ökologisches Bewusstsein machen ihn auch heute aktuell. Kongenial gelesen von Joachim Król und so lebhaft wie anschaulich vermittelt durch Paul Ingendaay kann das lit.Ruhr-Publikum sein Werk wiederentdecken (VVK 20/erm. 16 Euro zzgl. Gebühren, Abendkasse 27/erm. 23 Euro).

Grenzerfahrungen

30 Jahre nach dem Mauerfall haben sich der Berliner Journalist Lucas Vogelsang („Heimaterde“), der am Freitag, 11. Oktober 2019 um 20:30 Uhr in der Halle 6 auf Zollverein (Areal A) sein Buch „Ruhrgebiete“ vorstellt, Resultat seiner einjährigen Erforschung unserer Region als Stadtschreiber im Revier, und der Schauspieler Joachim Król auf eine Reise durch ein ehemals geteiltes Land gemacht und Menschen besucht, deren Leben 1989 noch einmal neu begonnen hat - im Osten und im Westen. So begegnen sie Biografien, die von Bundesrepublik und DDR erzählen, vom Fremdeln und von der Annäherung. Ihre inzwischen auch als Hörbuch vorliegende Spurensuche „Was wollen die denn hier? Deutsche Grenzerfahrungen“ beginnt im Ruhrgebiet und endet an der Ostsee, es geht von Bochum nach Boltenhagen, 1000 Kilometer Deutschland, an der Wende entlang. Im Gepäck auch die Fragen an die Gegenwart: Wo hat die Mauer überdauert? Wo wurden Grenzen verwischt? Die Antworten darauf finden die beiden am Wohnzimmertisch oder im Wachturm. Dort hören sie zu, dort schauen sie genau hin: Król, der staunende Gesprächspartner. Und Vogelsang, der geschliffene Chronist. Beide stellen ihr Gemeinschaftswerk am Samstag, 12. Oktober 2019, um 21 Uhr im Salzlager Zollverein, Arendahls Wiese (Areal C), vor (VVK 16/erm. 12 Euro zzgl. Gebühren, Abendkasse 21/erm. 17 Euro). Tickets für lit.Ruhr sind unter westticket.de im Netz oder unter Tel. 0211 – 27 40 00 sowie an zahlreichen Vorverkaufsstellen erhältlich.

Der König von Köln

Die TV-Satire „Der König von Köln“ über den Kölschen Klüngel, die ursprünglich am Mittwoch, 9. Oktober 2019 um 20.15 Uhr im „Ersten“ erstaufgeführt werden sollte, ist kurzfristig ohne Begründung vom Programm abgesetzt worden und wird durch einen Ladenhüter aus dem Jahr 2012 ersetzt: die TV-Komödie „Halbe Hundert“ mit Martina Gedeck, Johanna Gastdorf und Leslie Malton. Im Film von „Stromberg“-Autor Ralf Husmann (Buch) und Richard Huber (Regie) spielt Joachim Król den Baudezernenten Stüssgen, der beim Karneval den kleinen Beamten Andrea (Serkan Kaya) mit dem Titelhelden, einem umtriebigen Bauunternehmer (Rainer Beck), zusammenbringt, welcher dem angehenden Vater aus großer Verlegenheit hilft. Der kann sich bald revanchieren... Wann „Der König von Köln“ im „Ersten“ ausgestrahlt wird, steht noch in den Sternen.

Joachim Król und Lucas Vogelsang.
Joachim Król und Lucas Vogelsang. Foto: Philipp Wente

Die Spur der Mörder

Basierend auf dem wahren Fall der Mafiamorde von Duisburg aus dem Jahr 2007, bei dem mehrere Mitglieder eines kalabrischen Clans getötet wurden, kehrt Heino Ferch nach „Ein Kind wird gesucht“ aus dem Jahr 2017 als Kommissar Ingo Thiel auf den Bildschirm zurück. Diesmal muss er mit seiner Sonderkommission einen kaltblütigen Mehrfachmord aufklären, der ihn hinter die Fassade der verborgenen Mafia-Aktivitäten in Deutschland blicken lässt. Zum Cast des Films „Die Spur der Mörder“ von Regisseur Urs Egger, der am Freitag, 18. Oktober, um 20.15 Uhr auf Arte Premiere feiert, gehören auch Verena Altenberger, Marie-Lou Sellem und, als Staatsanwalt, Joachim Król. Die ZDF-Produktion des Autorengespanns Fred Breinersdorfeer und Katja Röder beruht auf erschreckend wahren Tatsachen, wurde aber nach Mönchengladbach verlegt. Zudem wurden die Namen verändert: Die Familien Strangio-Nirta und Pelle-Romeo aus dem Dorf San Luca heißen nun Russo und Costa und stammen aus San Vitale.

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