Inklusive Ausstellung zeigt Werke des KreativRaums und von Hanne Krüger
Im KIZ: Wenn Farben Emotionen sprechen lassen
Konzentriert koloriert eine junge Frau ein Anime-Motiv mit Acrylfarben. Es soll eine ganz persönliche Geburtstagskarte werden. Sie hat schon als Teenagerin gerne gezeichnet und findet im KreativRaum einen Ort, um ihrer Leidenschaft wieder nachzugehen. Sie sucht sich Inspirationen auf Pinterest und setzt sie mit Acrylfarben um. Neben ihr am Tisch arbeitet ein junger Mann an einer figürlichen Zeichnung, achtet akribisch auf Proportionen und Perspektive.
Jeden Dienstag verwandelt sich das Kontakt- und Informationszentrum (KIZ) der Diakonischen Stiftung Wittekindshofs in Herne in einen Ort kreativer Entfaltung: den KreativRaum. Am Samstag, 28. Februar 2026, zeigt die Gruppe unter dem Titel „Kunst im KIZ“, was in den vergangenen Monaten entstanden ist. Von 11 bis 15 Uhr sind die Werke in der Freiligrathstraße 19 zu sehen, gemeinsam mit Arbeiten von Hanne Krüger, Vorsitzende des Kunstvereins Schollbrockhaus.
Ein geschützter Raum
Der KreativRaum ist ein geschützter Raum für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung, in dem sie sich künstlerisch ausdrücken und entfalten können. Seit der Gründung im vergangenen Jahr treffen sich maximal acht Teilnehmende jeden Dienstag für zweieinhalb Stunden im KIZ. Alle sitzen gemeinsam am Tisch, jede und jeder arbeitet für sich an eigenen Projekten. „Es ist ein Raum, in dem die Menschen sich ausprobieren können, ohne bewertet zu werden“, erklärt Sybille Arnold, verantwortliche Fachkraft beim Wittekindshof, die die Gruppe leitet. Mit kunsttherapeutischen und kunstpädagogischen Elementen schafft sie einen sicheren Rahmen, in dem Emotionen sichtbar werden dürfen. „Es entstehen häufig Bilder, die Gefühle ausdrücken. Manche sind vielleicht etwas dunkler gestaltet, andere bunt und lebendig. Jedes Werk erzählt eine eigene Geschichte“, sagt Sybille Arnold.
Die Bandbreite der ausgestellten Werke ist groß: Der junge Mann, der figürlich arbeitet, beschäftigt sich intensiv mit anatomischen Proportionen und perspektivischer Darstellung. Er zeichnet Gliederfiguren mit präzisen Bewegungen und natürlichen Posen. Ein anderer Teilnehmer wagt sich an dreidimensionale Arbeiten: Seine bemalte Stuhl-Tisch-Skulptur mit einer Menschenfigur, die die Beine lässig auf den Tisch legen soll, wird im aktuellen Arbeitsstadium zu sehen sein. Andere Künstlerinnen und Künstler experimentieren mit abstrakten Formen, leuchtenden Farben oder düsteren Tönen. Die junge Frau, die schon als Teenagerin gerne gezeichnet hat, blickt der anstehenden Ausstellung zwar aufgeregt, aber positiv entgegen: „Ich bin total gespannt, was passiert und wie viele Leute kommen. Ich freue mich.“
Eine große Bandbreite
Die Bandbreite der ausgestellten Werke ist groß: Der junge Mann, der figürlich arbeitet, beschäftigt sich intensiv mit anatomischen Proportionen und perspektivischer Darstellung. Er zeichnet Gliederfiguren mit präzisen Bewegungen und natürlichen Posen. Ein anderer Teilnehmer wagt sich an dreidimensionale Arbeiten: Seine bemalte Stuhl-Tisch-Skulptur mit einer Menschenfigur, die die Beine lässig auf den Tisch legen soll, wird im aktuellen Arbeitsstadium zu sehen sein. Andere Künstlerinnen und Künstler experimentieren mit abstrakten Formen, leuchtenden Farben oder düsteren Tönen. Die junge Frau, die schon als Teenagerin gerne gezeichnet hat, blickt der anstehenden Ausstellung zwar aufgeregt, aber positiv entgegen: „Ich bin total gespannt, was passiert und wie viele Leute kommen. Ich freue mich.“
Die inklusive Ausstellung „Kunst im KIZ“ ist für die Gruppe etwas ganz Besonderes. Im vergangenen Jahr konnten einige Werke bereits beim inklusiven Tag der Künste in Herne gezeigt werden. Als dieser Tag in diesem Jahr nicht stattfand, entwickelten Sybille Arnold und Gilbert Krüger, der den inklusiven Tag der Künste für den evangelischen Kirchenkreis Herne initiiert hat, eine neue Idee: Warum nicht direkt im KIZ ausstellen? „Wir wollten niedrigschwelligen Zugang zu diesem Angebot ermöglichen und zeigen, welche wunderbaren Kunstwerke hier entstehen“, erklärt Sybille Arnold. Gemeinsam mit den Gruppenteilnehmenden verteilte sie eifrig Plakate und Postkarten im Rathaus und in Geschäften in Herne, um möglichst viele Menschen auf die Ausstellung aufmerksam zu machen.
Begeisterung für den KreativRaum und die Künstler
Hanne Krüger, die engagierte Künstlerin und Vorsitzende des Kunstvereins Schollbrockhaus e.V., die aktuell mit dem Schollbrockhaus im Herner Rathaus ausstellt, wird an diesem Tag ebenfalls Werke zeigen. Sie ist begeistert von den Arbeiten der KreativRaum-Künstlerinnen und Künstler: „Ich finde die Werke großartig und freue mich sehr auf diesen gemeinsamen Tag.“ Gilbert Krüger bringt es auf den Punkt: „Das Tolle an Kunst ist, dass die Biografie des Menschen nur eine sekundäre Rolle spielt und die Beeinträchtigung der Person im Werk nicht sichtbar ist.“
Am 28. Februar erwartet die Besucherinnen und Besucher nicht nur eine abwechslungsreiche inklusive Kunstausstellung, sondern auch die Möglichkeit, mit den Künstlerinnen und Künstlern ins Gespräch zu kommen. Eine kleine Ansprache wird den Tag eröffnen, für das leibliche Wohl ist mit Fingerfood und Getränken gesorgt. Interessierte haben zudem die Möglichkeit, die ausgestellten Kunstwerke zu erwerben. Für Sybille Arnold ist die Ausstellung erst der Anfang. „Ich könnte mir vorstellen, dass wir eine kleine Reihe von Ausstellungen im KIZ etablieren, an anderen Ausstellungen teilnehmen oder auch anderen Orten unsere Werke zeigen“, sagt sie. Perspektivisch können sich die Gruppenteilnehmenden auch vorstellen, mit Holz, Ytong und anderen Materialien zu arbeiten. Der KreativRaum soll künstlerisch weiter wachsen, dabei aber immer ein Ort bleiben, an dem Menschen mit psychischer Beeinträchtigung einen geschützten Raum finden, um sich auszudrücken und zu entfalten.
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- Samstag, 28. Februar 2026, um 11 Uhr