"Ich muss jetzt den Schalter umstellen"

Thomas Nückel in neuer Rolle

Thomas Nückel in Düsseldorf.Foto: Robert FreiseThomas Nückel begrüsst seine Besucher.

Genau zwei Monate nach seiner Wiederwahl in den Landtag von Nordrhein-Westfalen zog der Herner FDP-Abgeordnete Thomas Nückel am Freitag (14.7.2017) vor einer Besuchergruppe aus Herne im Landtag eine erste Bilanz seiner neuen Aufgaben als Mitglied einer nur mit knappster Mehrheit die Regierung stellenden Koalition aus CDU und FDP. Nach fünf Jahren auf der harten Oppositionsbank merkte der von seiner Fraktion für die Kultur-, Medien- und Verkehrspolitik in die erste Reihe gestellte Herner, "dass ich in der neuen Rolle jetzt den Schalter umlegen muss." Seine Pläne für einen einwöchigen Urlaub noch im Juli "konnte ich erst einmal vergessen." Die Zahl der täglich bei ihm eingehenden Mails habe sich mittlerweile verfünffacht, und Einladungen von Interessenverbänden gehören auch zum normalen Tagesablauf. Darunter auch die Deutsche Bahn, schon vor Nückels Einzug in den Landtag 2012 immer wieder Adressat des nahverkehrserprobten Abgeordneten bei Missständen wie beispielsweise Bausünden oder Baumängeln auf Bahnhöfen.

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Im Landtag NRW.Foto: Robert FreiseDiskussion mit Thomas Nückel im Fraktionssaal der FDP.

Als Medienpolitiker sprach sich Thomas Nückel ausdrücklich dafür aus, "dass journalistischer Tätigkeit vor allem auf lokaler Ebene die Gemeinnützigkeit zuerkannt wird." Dazu gebe es im Koalitionsvertrag der neuen Mehrheit im Landtag auch einen Prüfungsbeschluss. "Aber das wird noch Jahre dauern, denn der Katalog der Gemeinnützigkeitsregeln ist erfahrungsgemäß schwer zu ändern," dämpfte der Medienpolitiker allzu große Hoffnungen. Komme es allerdings dazu, bedeute das aber auch "Non-Profit", denn die Erlöse müssten dann wieder in die Arbeit fließen. Weitere Schwerpunkte seien für ihn im Bildungswesen die Förderung von Kitas und die Verhinderung weiterer Schließungen von Förderschulen.

Nach lebhaften Diskussionen um diese Themen starteten die Herner Besucher, die mittags von Monika Pirron (Besucherdienst) mit der interessanten Geschichte des Landtags seit seiner Bildung durch die britische Besatzung am 2. Oktober 1946 für das neue Bundesland NRW vertraut gemacht worden waren, im Angesicht der am selben Tag auf der anderen Rheinseite eröffneten Kirmes in Oberkassel noch zu einer kleinen Schiffsrundfahrt, die auch durch den seit 1989 ständig gewachsenen Düsseldorfer Medienhafen führte.

Die Besuchergruppe im Landtag NRW am Freitag (14.7.2017)Foto: Robert FreiseDie Besuchergruppe vor dem Landtag NRW.
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Text: Helge Kondring 15. Juli 2017, 10:09 Uhr