„Hier trifft sich der Pott"

Ein gerührter Hotte und Hornz die wiederkommen

Spontankonzert am Gleis-Café - die Grullbad Horns.
Spontankonzert am Gleis-Café - die Grullbad Horns. Foto: Carola Quickels

Der Samstagnachmittag (15.12.2018) neigte sich im Café von dem Hotte seiner Frau schon fast dem Ende entgegen. Im Hof des Heimatmuseums wurde es so langsam etwas dämmerig und die letzten Gäste tranken ihren Glühwein gerade aus. Da kamen sie um die Ecke: Die sieben Männer und Frauen der Grullbad Hornz aus Recklinghausen - und sie kamen nicht mit leeren Händen. Sie alle hatten ihre Tröten - pardon, natürlich ihre Blechblas-Instrumente - dabei und spielten ein Spontankonzert. Ja gut, es war ein geplantes Spontankonzert, denn sie hatten ein eigenes Arragement vom Mond von Wanne-Eickel geschrieben und gaben das natürlich auch zum Besten. Der Graf versuchte ein ganz klein wenig seine Rührung zu verbergen, freute sich und sagte: „Tja, hier trifft sich der Pott." Wohl wahr! Spaß hatten auf jeden Fall alle und Hotte hat gleich Nägel mit Köppe gemacht und die Hornz zum nächsten Mond-Weihnachtsmarkt eingeladen. Die haben spontan zugesagt, schließlich hat der Glühwein auch geschmeckt.

Spontankonzert am Gleis-Café - die Grullbad Horns.
Spontankonzert am Gleis-Café - die Grullbad Horns. Foto: Carola Quickels

Die Grullbad Hornz haben sich vor zwölf Jahren aus dem Süder Palastorchester zusammengetan, um auf der Hochzeit eines Band-Mitglieds zu spielen. In der Folgezeit haben sie sich in unregelmäßigen Abständen getroffen, ausgiebig gefrühstückt und danach neue, teils selbst arrangierte Titel einstudiert. „Diese werden dann zu kirchlichen oder profanen Veranstaltungen aufgeführt - etwa bei einer Fahrradtour am Kanal oder eben so wie heute beim Grafen“, sagte Band-Mitglied Jörg Rübesamen.

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