HEIKO 2019

The Toasters.
The Toasters. Foto: Rockbüro Herne Angelina Ouchani/Jakob Terlau

Sein Name ist Heiko Heisterkamp und seit vier Jahren lädt er einmal im Jahr seine musikalischen Freunde zum familiären Konzertabend. So auch am vergangenen Samstag (23.6.2019), als das vierte Heisterkamp Open Air vom Rockbüro Herne, in Kooperation mit dem Jugendzentrum Heisterkamp, veranstaltet wurde. Das Heisterkamp Open Air, liebevoll HEIKO genannt hat sich in nur vier Jahren zum vielleicht wichtigsten Festival Hernes entwickelt (nicht zu vergessen das KAZ Open Air) und ist über die Stadt- und Ländergrenzen hinaus bekannt und geliebt. In gemütlicher Stimmung (es gab Liegestühle und Cocktails) feierte Heiko in diesem Jahr erstaunlich familiär.

Abrocken bei Heiko 2019.
Abrocken bei Heiko 2019. Foto: Rockbüro Herne Angelina Ouchani/Jakob Terlau

Laute Rockmusik schallte durch den Heisterkamp und durch den angrenzenden Sportpark. Um 15:30 Uhr eröffneten die Bochumer von Figur Lemur das 4. HEIKO. Der Eröffnungsplatz ist traditionell einer lokalen Band vorbehalten. So eröffneten 2018 Mercury´s Future und im Vorjahr Belle Epoque. Figur Lemur´s Sound ist am besten als innovativer Elektro-Pop zu beschreiben. Am besten selbst reinhören. Danach stand die schottische Band 13 Crowes in Heisterkamp. Irgendwo zwischen Punk und Rock 'n' Roll angesiedelt gaben sie Heiko einen Schwung Richtung Rock. In der goldenen Mitte fand sich Our Mirage aus Marl.

Crowes.
13 Crowes. Foto: Rockbüro Herne Angelina Ouchani/Jakob Terlau

Die Musik war im Kontext der Vorbands erstaunlich hart. Die Band selbst beschreibt ihren Stil als Hard hitting lyrics with heart hitting music. Für Our Mirage wurde es langsam voller vor der Bühne und die Stimmung wurde ausgelassener. Erste keine Moshpits konnten gesichtet werden. Das Wetter war voll auf Heikos Seite. Nachdem das Festival in den letzten Jahren gerne mal im Gewitter abgesoffen war (man erinnert sich an die Schlammschlacht im Eröffnungsjahr 2016) schien diesen Samstag durchgehend die Sonne. Fast perfektes Festival-Wetter; fast sogar zu warm. Gerade noch rechtzeitig erreichte Co-Headliner Le Fly die Bühne. Die Hamburger standen ordentlich im Stau und kamen erst während des Auftritts von Our Mirage an.

Figur Lemur.
Figur Lemur. Foto: Rockbüro Herne Angelina Ouchani/Jakob Terlau

Genug Zeit für einen Soundcheck blieb den Hamburgern trotzdem. Dann lieferten sie feinsten Hip-Hop von der Elbe und brachten die Stimmung auf den Höhepunkt, der im Verlauf des Abends nicht mehr übertroffen werden sollte. Die St. Pauli Tanzmusik ließ die Masse toben. Konfettikanonen und Wall-of-Deaths bleiben im Gedächtnis. Als Headliner standen mit The Toasters lebende Legenden auf der Bühne. Die New Yorker liefern seit 1981 klassischen Ska. Schnörkellos und teilweise etwas zu routiniert performten die Amerikaner einen soliden Abschluss.

Le Fly.
Le Fly. Foto: Rockbüro Herne Angelina Ouchani/Jakob Terlau

Auch hier wurde die Diversität des Heikos deutlich. So gibt es bei den Headlinern keine klare Linie. The Prosecution, Rogers, Jaya the Cat und nun The Toasters bedienen die unterschiedlichsten Genres der rockigen Musik. Mit knapp 500 Besuchern war es deutlich leerer als 2018, jedoch voller als 2017. „Im Juni, der so voller Events ist, kann man leider nicht genau sagen, woran es liegt. Viele Leute sind auf dem Hurricane und auch der Kirchentag zieht viele Besucher“, beschreibt Jakob Terlau, Mitorganisator von Heiko. Es bleibt also abzuwarten, womit das Rockbüro 2020 den Heisterkamp zum Beben bringen wird.

Our Mirage.
Our Mirage. Foto: Rockbüro Herne Angelina Ouchani/Jakob Terlau
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