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HCR-Busse fahren in eine grüne Zukunft.

HCR fährt in eine grüne Zukunft

Die Straßenbahn Herne - Castrop-Rauxel GmbH (HCR) plant den hohen Umweltstandard für ihre Linienbusse weiter zu verbessern, das wurde auf der Jahres-Bilanzkonferenz am Mittwoch (16.5.2018) bekanntgegeben. Bis zu einem Drittel des Fuhrparks soll in den nächsten beiden Jahren erneuert oder umgerüstet werden. Ab dem Jahr 2020 könnte dann der Regelbetrieb des öffentlichen Herner Busunternehmens ausschließlich mit Elektrobussen und Euro-6 Fahrzeugen erfolgen. Mehr als die Hälfte der Busflotte ist bereits heute mit der aktuell umweltschonendsten Dieseltechnologie Euro 6 ausgestattet. Der andere Flottenteil ist mit EEV-Technik (EEV = besonders umweltfreundliches Fahrzeug) unterwegs.

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Nach Plan rollen die ersten beiden HCR-Elektrobusse im Jahr 2020 durch Hernes Straßen. Der Erwerb von elf Bussen mit modernster Antriebstechnologie wird in den nächsten beiden Jahren die Schadstoffbelastung weiter senken. Mit Hilfe von Fördermitteln und vorbehaltlich der Machbarkeit steht auch die Umrüstung von sechs EEV- auf Euro 6-Fahrzeuge an. Ein Teil dieser Strategie spiegelt sich bereits in der begonnenen Umrüstung auf eine emissionsfreie PKW-Flotte wieder. Zunächst wird dazu eine E-Ladesäule auf dem Besucherparkplatz eingerichtet. Durch zahlreiche Maßnahmen wird bereits seit Jahren der Energieverbrauch auf dem Betriebshof schrittweise optimiert. Diese Optimierung findet mit dem anstehenden Bau eines Blockheizkraftwerkes (BHKW) eine Fortsetzung.

HCR-Busse fahren in eine grüne Zukunft.

Für eine sukzessive Umstellung auf den elektrischen Antrieb stehen die Verantwortlichen vor großen Herausforderungen. Geschäftsführer Karsten Krüger: „Die Infrastruktur-Erneuerung auf unserem Betriebshof will logistisch und wirtschaftlich gut geplant sein. Für die Busse selbst entwickeln wir bereits mit anderen Unternehmen aus der Kooperation Östliches Ruhrgebiet (KöR) ein Lastenheft.“ Aktuell können die Anbieter von E-Bussen in Deutschland noch keine Serienreife anbieten. Im Hinblick auf die erforderlichen Reichweiten für das Liniennetz setzt die HCR auf die permanente Weiterentwicklung dieser umweltfreundlichen Technologie. In der aktuellen Debatte um Luftreinhaltung sieht sich das heimische Nahverkehrsunternehmen mit ihrer Busflotte gut aufgestellt und als Teil der Problemlösung. Die HCR-Busse haben lediglich einen geringen einstelligen Prozentsatz an den lokalen Schadstoffemissionen.

HCR-Busse fahren in eine grüne Zukunft.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichnete die HCR einen Fahrgastzuwachs von 0,4 Prozent. Laut Verkaufsstatistik chauffierte das Nahverkehrsunternehmen in 2017 rund 20,3 Millionen Personen und damit etwa 80.000 Fahrgäste mehr als im Vorjahr. Insgesamt legten 66 Busse - sowie fünf eines beauftragten Unternehmens - auf 21 Linien rund 3,8 Mio. Kilometer zurück, was etwa 95 Erdumrundungen entspricht. Vor allem die Vorbereitungen und die erfolgreiche Umsetzung des Nahverkehrsplans der Stadt Herne zum 21.8.2017 standen im Fokus. Zur Leistungserweiterung stellte die HCR zusätzlich drei Personale ein. Zum Jahresende stieg die Mitarbeiterzahl damit auf 295.

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Der Zuschussbedarf sank erneut um mehr als 100 Tausend Euro auf 4,9 Mio. Euro. Der Aufwanddeckungsgrad beträgt damit 76 Prozent. Die kassentechnischen Einnahmen erhöhten sich um 330 Tausend Euro oder 2,2 Prozent auf 15,4 Mio. Euro. Das Abonnement und der Ausbildungsverkehr mussten geringe Nachfrageeinbußen hinnehmen. Monatskarten, insbesondere das SozialTicket, verzeichneten ein Plus von 8,5 Prozent. Die Quote für Fahrgäste ohne ein gültiges Ticket ist leicht auf knapp über 1 Prozent gestiegen. Trotz gestiegener Preise für Dieselkraftstoff um rund 9% sanken die Materialaufwendungen um über 100 Tausend Euro. Der Fehlbetrag wird durch die Vermögensverwaltungsgesellschaft für Versorgung und Verkehr der Stadt Herne mbH ausgeglichen.

HCR-Busse fahren in eine grüne Zukunft.