Grüne diskutierten die Verkehrswende

Forum Verkehrswende.Foto: Grünev.l. Michael Zyweck, Peter Hugo Dürdoth, Roman Suthold, Oliver Krischer.

„Wann ist das Ende des Verbrennungsmotors gekommen?“ lautete die letzte Frage von Diskussionsleiter Peter Hugo Dürdoth an die Podiumsteilnehmer beim Forum Verkehrswende im Grünen Zentrum Herne, am Mittwoch (20.6.2018). Oliver Krischer, Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen und Dr. Ing. Roman Suthold vom ADAC waren sich schnell einig: Um 2035 sollten die letzten Autos diesen Typs vom Band laufen, wenn das Ziel Emissionsfreiheit 2050 erreicht werden soll. Michael Zyweck vom Zukunftsnetzwerk Mobilität setzt auf einen Wandel der Mentalität, der allerdings Zeit brauche. Man müsse den Bürger mit attraktiven Angeboten mitnehmen. Als Wanne-Eickeler bedauerte er, dass vieles an Herne vorbeiläut. Beispiele seien car-sharing und Leihräder. Die Angebote des Zukunftsnetzwerkes NRW zum Mobilitätsmanagement würden von der Stadt eher zögerlich in Anspruch genommen.

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Forum Verkehrswende.Foto: GrüneForum Verkehrswende.

Große Themen der nächsten Jahre werden Elektromobilität und autonomes Fahren werden, darin war man sich einig, die Effekte für eine kurzfristige Verbesserung der Situation wurden unterschiedlich eingeschätzt. In der Diskussion wurden von den Teilnehmern auch örtliche Probleme angesprochen. HCR-Pressesprecher Dirk Rogalla wies auf die Luftbelastung durch die Kanalschiffe hin, die bei weitem den Ausstoß der Diesel-Busse überträfen. Mehrere Beiträge fragten nach den Durchsetzungschancen der Verkehrswende. „Bequemlichkeit sticht Moral“ wies Dr. Suthold auf Umfragen von Verkehrsteilnehmern hin. Viele Wege würden eben doch mit dem Auto zurückgelegt, obwohl es Alternativen gäbe.

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Quelle: Jörg Höhfeld 22. Juni 2018, 10:24 Uhr