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Gesunde Lebensweise und Vorsorge

Darmkrebsmonat

Ab dem 55. Lebensjahr finanzieren die Krankenkassen eine Vorsorge-Untersuchung des Darms per Koloskopie.Foto: EvKAb dem 55. Lebensjahr finanzieren die Krankenkassen eine Vorsorge-Untersuchung des Darms per Koloskopie.

Darmkrebs ist bei Frauen wie Männern die zweithäufigste Krebsart. Jährlich erkranken über 60.000 Menschen in Deutschland an Darmkrebs, mehr als 26.000 sterben daran. Das sind schon deutlich weniger als vor zehn Jahren, doch mit der Überalterung der Gesellschaft nimmt auch das Darmkrebs-Risiko zu. Denn mehr als die Hälfte der Betroffenen erkrankt erst nach dem 70. Lebensjahr. Da Darmkrebs, wenn er frühzeitig erkannt wird, besonders gut heilbar ist, spielt die Vorsorge eine zentrale Rolle. Darauf weist Prof. Dr. Matthias Kemen, Chefarzt der Klinik für Viszeralchirurgie und Leiter des von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Darmkrebszentrums, anlässlich des Darmkrebsmonats März hin.

Besonders darmkrebsgefährdet sind Menschen, die ersten Grades mit einem Darmkrebs-Patienten verwandt sind. Darüber hinaus weiß man, dass Übergewicht, Rauchen und regelmäßiger Alkoholkonsum einen Einfluss auf die Tumorbildung haben. Eine gesunde Ernährung, viel Obst und Gemüse, wenig rotes Fleisch und Wurstwaren tragen aus Sicht von Experten ebenso zu einer Verringerung des Darmkrebsrisikos bei wie regelmäßige Bewegung.

Ab dem 55. Lebensjahr finanzieren die Krankenkassen eine Vorsorge-Untersuchung des Darms per Koloskopie. Diese wird nach zehn Jahren wiederholt, wenn der Befund unauffällig ist. Ein Grund, um den Rat eines Arztes zu suchen, sind Symptome wie Blut im Stuhl, starker Gewichtsverlust oder veränderte Stuhlgewohnheiten - Durchfall oder Verstopfung oder ein Wechsel von beiden. Tückisch ist die Tatsache, dass Darmkrebs im Frühstadium keine Beschwerden verursacht. Deshalb raten Mediziner auch dringend, Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen.

Wurde dabei ein Tumor festgestellt, empfiehlt sich in der Regel die Weiterbehandlung in einem Krankenhaus. Denn die Wahl der geeigneten Therapie ist individuell sehr unterschiedlich und sollte deshalb wie z.B. im Darmkrebszentrum am EvK von einer Tumorkonferenz festgelegt werden, an der Chirurgen, Onkologen, Strahlentherapeuten und Gastroenterologen beteiligt sind. In den meisten Fällen empfiehlt es sich, den Tumor zu operieren. Die OP kann dabei auch mit einer Chemo- oder Strahlentherapie kombiniert werden. Neu ist die Kombination von Immun- und Chemotherapie zur Behandlung des Darmkrebs.

Prof. Dr. Matthias Kemen.Foto: Ev. Krankenhausgemeinschaft Herne | Castrop-RauxelProf. Dr. Matthias Kemen, EvK-Chefarzt: Früherkennung erhöht Heilungschancen – Zertifiziertes Krebszentrum bietet strukturierte Behandlung

Kontakt:

EvK Herne

Darmzentrum

Klinik für Allgemeine und Viszeralchirurgie/Abteilung für Gastroenterologie

02323 / 498-2021

16. März 2018, 07:35 Uhr