Gegen die Erweiterung der Zentraldeponie Emscherbruch

Brand in der Zentraldeponie im Emscherbruch.
Brand in der Zentraldeponie im Emscherbruch. (Archiv) Foto: Daniel Knopp

Heinz-Peter Jäkel, von der Bürgerinitiative Uns-Stinkts, nimmt zur geplanten Erweiterung der Zentraldeponie Emscherbruch Stellung: „Die im September 2018 gegründete Bürgerinitiative Uns-Stinkts aus Herne-Unser Fritz organisiert den Widerstand gegen die geplante Erweiterung der Zentraldeponie Emscherbruch. Der Betreiber der Deponie, die AGR GmbH, hat am Montag (28.11.2018) an die Bezirksregierung in Münster den Antrag gestellt, die Deponie Emscherbruch um weitere 4,6 Mio cm³ zu erweitern und um weitere 10 Meter zu erhöhen. In der angegebenen Menge sind 1,5 Mio m³ hochgefährliche Abfallstoffe der Klasse III enthalten. Die Dauer der weiteren Aufschüttung soll um mindestens 10 weitere Jahre verlängert werden. Der Antrag liegt bis Mittwoch, 27. Februar 2019, öffentlich aus, Einwendungen können bis Freitag, 15. März 2019, erhoben werden. Die Bürgerinitiative Uns-Stinkts wird gegen diese unverantwortliche Erweiterung kämpfen.

Die Zentraldeponie Emscherbruch ist eine über 50 Jahre alte Deponie, deren Untergrund seit dem Jahr 1968 nicht abgedichtet wurde und die durch fünf Brande in den vergangenen 12 Monaten negative Schlagzeilen geschrieben hat. Seit 50 Jahren werden die ca. 4.000 Anwohner in Gelsenkirchen und Herne durch Grundwasserverunreinigung, Feinstaub, Schwerlasttransporte und Strassenverunreinigungen gefährdet. Die Bürgerinitiative Uns-Stinkts wird am Donnerstag, 7. Februar 2019, um 19 Uhr im Gemeindezentrum Lutherkirche, Unser-Fritz-Straße 26 in 44649 Herne eine zweite Infoveranstaltung durchführen. Hier sollen die betroffenen Bürger über den Antrag der AGR GmbH, seine Konsequenzen für die Anwohner und die Möglichkeiten der Einwendung gegen den Antrag informiert werden. Die Bürgerinitiative ruft die betroffenen Bürger und Unterstützer auf, an der Veranstaltung zahlreich teilzunehmen, um den Widerstand zu organisieren und die Entscheider in Politik und Verwaltung an ihre Verantwortung für die Schaffung einer lebenswerten Umgebung zu erinnern. Wer A sagt, muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war.“

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Donnerstag, 07. Februar 2019, um 19 Uhr Gemeindezentrum Lutherkirche , Unser-Fritz-Straße 26 , 44649 Herne
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