Friedens-Aktion am Kugelbrunnen

Leserzuschrift

Norbert Kozicki war am Samstag (1.9.2018) einer der Teilnehmer an der Friedensaktion am Herner Kugelbrunnen (halloherne berichtete). "Als Zeitzeuge dieser gut besuchten Veranstaltung der Herner Gewerkschaften, des Sozialforums und der Friedensinitiative war ich nicht überrascht, dass sich eine Handvoll „normale Bürger“ am Rand des Veranstaltungsortes am Kugelbrunnen auf der Bahnhofsstraße versammelten, um ihre politisch rechtsgerichtete Gesinnung zu dokumentieren. Nach den aktuellen Ereignissen in Chemnitz habe ich damit gerechnet, dass so etwas passiert. Als der Kundgebungs-Redner über die Notwendigkeit von politischen Aktionen gegen die im Land entstandene rechtsradikale Bewegung sprach, buhten diese „sich spontan versammelten normalen Bürger".

Anti-Kriegstag in Herne am Samtsta (1.9.2018) am Kugelbrunnen.
Anti-Kriegstag in Herne am Samtsta (1.9.2018) am Kugelbrunnen. Foto: Merlin Morzeck

Eine ältere Frau versuchte provokativ die Kundgebung durch ein sehr aggressives Auftreten zu stören. Offensichtlich hatte oder hat diese Frau schwerwiegende Probleme, denn sonst würde man sich in der Öffentlichkeit nicht so verhalten. Wie gesagt, es handelte sich um eine Veranstaltung für den Frieden. Kurz danach versuchte dann nochmal ein älterer Herr die Kundgebung zu stören, mit den Worten "Ich bin ein stinknormaler Bürger“ und will diskutieren. Dieses Kommunikationsmuster scheint das neue Zauberwort ("stinknormaler Bürger") für die Sympathisanten der offenen Rechtsradikalen zu werden. Ich finde es bemerkenswert, dass zu diesem Anlass des Antikriegstags rechtsradikal Gesinnte einen solchen Auftritt hinlegen. Über die von diesen „normalen Bürgern“ losgelassenen Sprüchen möchte ich mich nicht weiter auslassen, denn diese Sprüche hat man zur Genüge in Chemnitz in den vergangenen Tagen gehört. Ich stelle fest, auch in Herne fühlen sich diese Bürger ermutigt, ihren Ausländerhass, ihre Fremdenfeindlichkeit und ihre Intoleranz in einer sehr aggressiven Form zu äußern."