Freie Wand für ein Gemälde gesucht

Weltbaustelle des Eine-Welt-Zentrums

Das Kunstwerk der Weltbaustelle auf dem Haus Bielefelder Straße 176 in Holsterhausen.Foto: Carola QuickelsDas Kunstwerk der Weltbaustelle auf dem Haus Bielefelder Straße 176 in Holsterhausen.

Im letzten Jahr malten die beiden Künstlerinnen Machela Liefeldt (Südafrika) und Ursula Meyer (Deutschland/Argentinien) während der Herner Weltbaustelle ein riesiges Wandgemälde zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen an die Hauswand an der Bielefelder Straße 176 in Holsterhausen. Damals sollte auch Daniel Pulido Ortiz dabei sein. Doch der verletzte sich bei einem Unfall kurz vor Projektbeginn so sehr, dass es nicht anreisen konnte. Mittlerweile ist er genesen und kommt für ein Kunstprojekt in Schweden nach Europa. Das Eine Welt Zentrum Herne möchte jetzt mit ihm ein Wandmalprojekt zum Stadtumbauprojekt Herne Mitte umzusetzen, so zu sagen die Weltbaustelle Zwei. Daür sucht das Eine Welt Zentrum Herne eine geeignete Hauswand im Herner Stadtzentrum. Interessierte Hauseigentümer können sich bei Markus Heißler, Tel 02323-99497-15, E-Mail: mheissler@kk-ekvw.de melden.

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„Wir haben schon  Angebote erhalten, leider war noch nicht das Passende dabei“, so Weltbaustellen-Organisator Markus Heißler. „Das Gemälde soll zwischen 40 und 150 qm groß werden. Gesucht wird eine glatte, verputzte Wand ohne Bewuchs und möglichst ohne Fenster.“ Eine freie Sicht auf das Gemälde muss gewährleistet sein und sie sollte sich in einem belebten Umfeld befinden. Die Nutzung wird vertraglich geregelt. Der Eigentümer muss den Erhalt des Wandbildes für fünf Jahre gewährleisten. Die Malaktion soll im September 2018 stattfinden.

„Bei den UN-Nachhaltigkeitszielen handelt es sich um ein eher sperriges Thema, es benötigt auffällige Botschaften, um es den Menschen nahe zu bringen. Ein riesiges Wandgemälde, das an einem öffentlichen Ort entsteht, halten wir dafür besonders geeignet,“ so Markus Heißler vom Eine Welt Zentrum. Die Aktion „fällt ins Auge“ und weckt so Neugier und Interesse in der Öffentlichkeit. Die Wandmalerei wurde ausgehend vom revolutionären Mexiko eine populäre Kunstform in Lateinamerika. In der Tradition des Muralismo werden Themen aus dem Alltag der Menschen künstlerisch verarbeitet und der Bevölkerung frei zugänglich gemacht.

Daniel Pulido Ortiz ist ein vielseitiger Künstler, der in dieser lateinamerikanischen Tradition arbeitet und schon zahlreiche Wandbilder erstellt hat. Er wurde 1956 in Bogotá in Kolumbien geboren. Seit 1984 lebt er in Nicaragua, dessen Staatsbürger er seit 1989 ist. Er ist Künstler und Autor. Seine Wandgemälde sind mittlerweile in Kolumbien, Costa Rica, Nicaragua, den USA, Italien, Holland, Schweden und auch in Deutschland zu bestaunen. Seit 33 Jahren lebt Daniel in einer indigenen Gemeinschaft in León, einer Universitätsstadt an der Pazifikküste Nicaraguas. Dort ist der vielseitige Künstler Mitbegründer der Bewegung „Volkstheater ohne Grenzen“ und arbeitet seit 2006 für die Literaturzeitschrift „Des Honoris Causa“. Vor allem liegen ihm die Werte der Nachhaltigkeit und der Menschenrechte am Herzen. Daher arbeitet er seit 1998 in dem Kulturzentrum ´Madre Tierra`(Mutter Erde). Dort bringt er Kindern und Jugendlichen diese Werte bei und unterstützt sie ihr Erlerntes und Inneres kreativ und künstlerisch auszudrücken. Darüber hinaus hat er vier Kinderbücher veröffentlicht, von denen auch einige ins Deutsche übersetzt wurden.

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Quelle: Eine Welt Zentrum Herne 02. Juli 2018, 07:18 Uhr