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Emscherland 2020: Zusammenarbeit festgeschrieben

v.l. Fred Toplak, Bürgermeister Herten, 
Christoph Tesche, Bürgermeister Recklinghausen, Frank Dudda, RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel, Rajko Kravanja, Bürgermeister Castrop-Rauxel, Uli Paetzel, Foto: Rupert Oberhäuserv.l Fred Toplak, Bürgermeister Herten, Christoph Tesche BürgermeisterRecklinghausen, Frank Dudda, Karola Geiß-Netthöfel, Rajko Kravanja, Bürgermeister Castrop-Rauxel, Uli Paetzel.

Am Freitag (5.7.2017)  wurde die Kooperationsvereinbarung zum Emscherland 2020 in Recklinghausen unterschriebenläGemeinsam mit den vier Städten Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herne und Herten sowie dem Regionalverband Ruhr (RVR) erarbeitet die Emschergenossenschaft aktuell die konkreten Förderanträge für eine Reihe von Projekten – die Antragsfrist läuft noch bis zum 24. Oktober 2017. Über die Grundlagen der kommunenübergreifenden Zusammenarbeit bei Emscherland 2020 sind sich die sechs Partner bereits einig .„Der Emscher-Umbau symbolisiert einen der wichtigsten Modernisierungsprozesse in der Geschichte unserer Region. In einigen Jahren gehören die einst offenen Schmutzwasserläufe der Vergangenheit an, die Emscher wird vom Abwasser befreit sein. Die Schlussphase unseres Emscher-Umbaus bedeutet den Startpunkt für ein neues Emscherland – das wollen wir gemeinsam mit der Region weiter entwickeln und feiern“, sagt Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft.

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Ausbildungsprogramm RAG.Foto: Merlin MorzeckFrank Dudda. (Archiv)

Dr. Frank Dudda, Oberbürgermeister der Stadt Herne, ergänzt: „Für Herne bedeutet das neue Emscherland eine deutliche Aufwertung unserer grünen Infrastruktur. Neue Chancen am Fluss werden entstehen. Wir sind gewillt, diese zu nutzen.“

Entlang der Emscher.Foto: Wolfgang QuickelsEntlang der Emscher.

Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des Regionalverband Ruhres, sagt: „Mit dem AktivLinearPark nutzen wir die ehemaligen Bahnflächen zwischen den Plätzen Auftakt West in Herten und ‚Auftakt Ost in Recklinghausen, um eine durchgängige Fuß- und Radwegeverbindung zu schaffen. Mit diesem Projekt bringt sich der Regionalverband Ruhr in die erfolgreiche Kooperation von Emscherland 2020 ein. Denn durch die neue Verbindung rückt die Haldenlandschaft rund um den Landschaftspark Hoheward deutlich näher an die Emscher und den Rhein-Herne-Kanal heran.“

Mit der unterzeichneten Kooperationsvereinbarung verpflichten sich die Partner nicht nur symbolisch zu einer engen Zusammenarbeit in der Durchführung von Emscherland 2020. Wesentliche Aspekte der künftigen Arbeit bestehen in der interkommunalen Koordination und Umsetzung der einzelnen Projektbausteine sowie in der Bürgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit. Die Emschergenossenschaft übernimmt dabei die Rolle der Geschäftsführung mit Organisation des Lenkungskreises sowie die Steuerung, Koordinierung und Bündelung des Gesamtprojekts. Die konkrete Durchführung wird dabei durch einen Lenkungskreis mit Vertretern aller sechs Partner begleitet.

Emscherkanal von innen.Foto: Jochen Durchleuchter/EmschergenossenschaftEmscherkanal von innen.

Ende 2020 wird das Hauptanliegen des Emscher-Umbaus, die Befreiung der Emscher und ihrer Nebenläufe von Schmutzwasser, weitestgehend erreicht sein. In der Schlussphase des Generationenprojekts geht es nun darum, alle Facetten in einen überschau- und begreifbaren Zusammenhang zu stellen und als „Schaufenster des Wandels“ zu präsentieren. Am 1. Dezember 2016 hatten die Emschergenossenschaft, der RVR und die Städte Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herne und Herten das interkommunale, integrierte Handlungskonzept (IHK) „Emscherland 2020“ beim Land NRW eingereicht. Der interministerielle Arbeitskreis „Grüne Infrastruktur“ sprach sich daraufhin am 29. März 2017 für eine Förderempfehlung bis zu einem Gesamtbudget in Höhe von 25,4 Millionen Euro aus –in Herne handelt es sich um diese Projekte:

Grünverbindung Schloss Strünkede (Herne / Herten / Recklinghausen)

Landschaftspark Streuobstwiese (Herne)

Für die Weiterqualifizierung der Projekte in allen beteiligten Städten haben die Emschergenossenschaft und die Kommunen bis zum 24. Oktober 2017 Zeit, entsprechende Anträge Bezirksregierungen einzureichen. Für das Sonderprojekt Sprung über die Emscher (Brückenbauwerk in Castrop-Rauxel) gibt es bereits eine Förderzusage aus dem Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus 2017 in Höhe von acht Millionen Euro.

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13. Juli 2017, 13:10 Uhr