Dicke Luft wird ein Jahr alt

Stellungnahme

Montagsdemo unterstützt die BI Dicke Luft.
Dicke Luft für Herne. Foto: Montagsdemo

Die Bürgerinitiative (BI) Dicke Luft feiert am Donnerstag, 13. Dezember 2018 ihren ersten Geburtstag. Dazu erklärt Gerhard Kalus, Sprecher der BI: „Aufgrund von umfangreichen Aktivitäten der BI konnte die Genehmigung des 22. Änderungsantrags der Firma Suez nun nicht mehr so schnell und geräuschlos durchgeführt werden, wie es sich die Bezirksregierung Arnsberg und die Firma gewünscht hatten. Gleich zum Anfang des Jahres ist es uns gelungen, eine Resolution auf den Weg zu bringen, in der sich alle Fraktionen im Rat der Stadt gegen den Standort in unserer Stadt aussprechen. Der Evangelische Kirchenkreis Herne und das katholische Dekanat Emschertal haben ebenfalls Unterstützungsbeschlüsse gefasst. Durch kritische Rückfragen von BI-Mitgliedern und aus der Bevölkerung wurden die Genehmigungsunterlagen und der Betrieb intensiv geprüft. Das Verfahren zog sich in die Länge, nach unseren Eingaben wurde der Zaun um das Firmengelände erneuert und eine Ausnahme für erhöhte Stickoxidemissionen wurde zum ersten Mal befristet. Wir konnten erreichen, dass die Anlieferung des übelst stinkenden Sondermülls aus Italien gestoppt wurde und haben aufgedeckt, dass Giftmüll aus ganz Europa nach Herne kommt.

Auf dem Suez-Gelände.
Auf dem Suez-Gelände. Foto: Robert Freise

Als großen Erfolg werten wir auch, dass auf unsere Initiative der Rat der Stadt einstimmig beschlossen hat, ein wirksames Geruchsgutachten im Umfeld der Anlage einzufordern. Von Beginn an gab es eine enge Zusammenarbeit mit dem BUND in Herne. Der BUND-NRW war als Einwender berechtigt, gegen die 22. Änderungsgenehmigung der Bezirksregierung zu klagen. Überzeugt davon, dass eine Erweiterung der SUEZ Anlage die Belastungen der Herner Bevölkerung drastisch erhöhen wird, hat der BUND-NRW am Mittwoch (5.9.2018) beim Oberverwaltungsgericht Münster die Klage eingereicht. Für die Finanzierung der Klage ist die BUND-Kreisgruppe Herne auf Spenden angewiesen. Die BI unterstützt die Kreisgruppe nach Kräften dabei, Spenden zu sammeln. In der Kürze der Zeit ist es noch nicht ganz gelungen, die erforderlichen 15 bis 20 Tausend Euro zu erreichen, aber dank der grandiosen Unterstützung aus der Bevölkerung sind wir sicher, dass wir es schaffen werden. Wir bedanken uns hiermit schon einmal recht herzlich bei allen aktuellen und zukünftigen Spendern. Wir werden auch in der Zukunft mit Unterstützung von vielen Menschen daran arbeiten, dass so eine gefährliche Anlage aus unserer Stadt verschwindet, damit sich die Lebensqualität für alle verbessert.“

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