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Rico Montero und Edi Gejdelin – Schüler, die erfolgreich am Ideenwettbewerb der RAG‑Stiftung auf Zollverein in Essen teilnahmen

Quinoa-Schule zeigt Haltung

Demokratie macht Schulgemeinschaft

Manchmal fällt der Gewinn größer aus, als man ihn sich erhofft hatte. Ein solcher Glücksfall ereignete sich im November 2024, als vier Schüler der Quinoa‑Sekundarschule am Ideenwettbewerb der RAG‑Stiftung auf Zollverein in Essen teilnahmen – und tatsächlich gewannen. Ihr Preis: ein Demokratie‑Projekttag für die gesamte Schule.

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In der ersten Mai-Woche 2026 war es so weit: Die Schulgemeinschaft durfte erleben, wie lebendig, vielstimmig und nah Demokratie sein kann. Schon die Eröffnung setzte ein Zeichen: Rico Montero (Heartbeat Entertainment) Rapper und Erzähler eigener Erfahrungen, brachte Texte auf die Bühne, die nicht belehrten, sondern den Nerv der Jugendlichen trafen.

Kristijan Pilikic – einer der Schüler, die erfolgreich am Ideenwettbewerb der RAG‑Stiftung auf Zollverein in Essen teilnahmen.

Die Redaktion von Correctiv öffnete den Blick für Faktenchecks und journalistische Verantwortung, während Maren Marohn vom JmS‑Startchancenprojekt über „Fakes“ und ihre Wirkungsmacht in der heutigen Medienlandschaft informierte. Planet Care lenkte den Fokus auf Selbstwahrnehmung, Verantwortung und Maß im digitalen Raum – ohne Verbote, ohne Verunsicherung. Kreativ und forschend wurde es mit der Jugendpresse Deutschland e. V., die Schüler auf anregende Weise Medien selbstständig untersuchen ließ.

Doch was blieb von diesem Tag – jenseits der Schlagzeilen? Bereits zur Mittagszeit hatten Edi Gejdelin und Kristijan Pilikic (Klasse 7) die Bühne erobert und rappten gemeinsam mit Rico Montero in der Aula. Lucien Ostermann und Leon Sätzer (ebenfalls Klasse 7) schlüpften in die Rolle von Journalisten und lernten die Grundpfeiler des Berufs kennen: Neutralität, Wahrhaftigkeit, Sachlichkeit – und das klare Nein zu Benachteiligung.

Besonders eindrücklich waren die Beiträge von Ceylin Akkus (Klasse 9) und Melina Müller (Klasse 10), die die wohl brennendsten Themen junger Mädchen in den Blick nahmen: Internetgefahren, Deepfakes, sexuelle Übergriffsmöglichkeiten durch KI und die allgegenwärtige Darstellung sexualisierter Inhalte auf verschiedenen Plattformen.

Demokratie zeigte sich hier plötzlich nicht als fernes System, sondern als Schutzraum, der immer wieder neu verteidigt werden muss – auch und gerade im Digitalen.So wurde aus einem Projekttag etwas, das sich der schnellen Bilanz entzieht: Kein Event zum Abhaken, sondern ein Erfahrungsraum. Einer, der nicht nur Wissen vermittelte, sondern Fragen stellte: nach Verantwortung, nach Wahrheit, nach dem eigenen Platz in einer vielstimmigen Gesellschaft.

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Demokratie – so zeigte sich – beginnt nicht im Großen, sondern im Alltag. Und manchmal reicht ein einziger Schultag, um das spürbar zu machen.

Mittwoch, 6. Mai 2026 | Quelle: Hermann Kuhl/Quinoa Schule