Dasparkhotel_inside-outside

Neues vom Emscherkunstweg

„Gastfreundschaftsfreundschaftsgeräte“ nennt der Künstler Andreas Strauss seine ungewöhnlichen Übernachtungsplätze. Drei dieser Schlafröhren und ein Pavillon bilden das Werk „dasparkhotel_inside-outsite“ am Emscherkunstweg in Castrop-Rauxel-Ickern.
„Gastfreundschaftsfreundschaftsgeräte“ nennt Andreas Strauss seine ungewöhnlichen Übernachtungsplätze. Drei Schlafröhren und ein Pavillon bilden das „dasparkhotel_inside-outsite“ am Emscherkunstweg. Foto: urbane künste ruhr

Am Samstag, 14. Mai 2022, kann ein neues Werk von Andreas Strauss am Emscherkunstweg an der Stadtgrenze zwischen Castrop-Rauxel und Dortmund eröffnet werden: „dasparkhotel_inside-outsite“. Dazu laden die Kooperationspartner Urbane Künste Ruhr, Emschergenossenschaft und Regionalverband Ruhr von 12 bis 18 Uhr auf den Hof Emscher-Auen in Ickern ein.

Castrop-Rauxel ist bereits der zweite Standort am Emscherkunstweg, den der Künstler mit seinen Schlafröhren bespielt. Wie schon zuvor im BernePark in Bottrop funktioniert Andreas Strauss Kanalrohre aus Beton in „Gastfreundschaftsgeräte“ um. Am Hof Emscher-Auen kombiniert er diese außergewöhnlichen Übernachtungsmöglichkeiten mit einem neuen Element – dem Pavillon „inside-outsite“. Der Unterstand lädt zur Beobachtung von Flora und Fauna rund um das mehrteilige Hochwasserrückhaltebecken ein, das sich in den letzten Jahren zu einem Rückzugsgebiet zahlreicher Vogelarten entwickelt hat.

Am Hof Emscher-Auen in Ickern unweit der Stadtgrenze nach Dortmund befindet sich bereits die Installation „Black Circle Square“ des Künstlers Massimo Bartolini von 2016. Das „Parkhotel“ wird mit einem Hoffest am Samstag, 14. Mai 2022, offiziell eröffnet. Von 12 bis 18 Uhr gibt es dort ein buntes Familienprogramm mit vielen Mitmachaktionen. Neben Kinderkarussell, kreativem Upcycling und einer offenen Skulpturen-Werkstatt erhalten Gäste die Gelegenheit Flora und Fauna des Geländes zu erkunden. Gegen 15 Uhr findet die feierliche Eröffnung durch Barbara Brunsing, Bürgermeisterin der Stadt Dortmund, und Katrin Lasser-Moryson, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Castrop-Rauxel, sowie durch Britta Peters, Künstlerische Leitung Urbane Künste Ruhr, statt. Dieser schließt sich ein Künstlergespräch mit Andreas Strauss und Marijke Lukowicz, Kuratorin Emscherkunstweg bei Urbane Künste Ruhr, an.

Mischa Kuball im BernePark

Im Zuge der Begutachtung aller Arbeiten am Emscherkunstweg wurde die Lichtinstallation Mischa Kuballs im BernePark erneuert und mit zeitgemäßer Technik ausgestattet.
Im Zuge der Begutachtung aller Arbeiten am Emscherkunstweg wurde die Lichtinstallation Mischa Kuballs im BernePark erneuert und mit zeitgemäßer Technik ausgestattet. Foto: urbane künste ruhr

Das Kunstwerk „Catch An Catch Can“ von Mischa Kuball und Lawrence Weiner befindet sich seit der Emscherkunst 2010 im BernePark an der Ebelstraße 25 in Bottrop. Es besteht aus zwei Teilen: dem titelgebenden Schriftzug, den Lawrence Weiner auf dem Betriebspavillon der ausgedienten Kläranlage platzierte, und einer Lichtinstallation in den beiden Klärbecken, für die Mischa Kuball die Idee hatte. Für den Emscherkunstweg hat Mischa Kuball die Lichtinstallation des Gemeinschaftswerks jetzt künstlerisch überarbeitet. Zudem wurde sie technisch erneuert.

Der Konzeptkünstler Mischa Kuball, gebürtiger Düsseldorfer des Jahrgangs 1959, arbeitet hauptsächlich mit dem Material Licht, so auch bei seiner Installation „Oval Light“ rund um die Herner Akademie Mont-Cenis in Sodingen. In seinen Werken beschäftigt er sich oft mit historisch oder architektonisch bedeutsamen Orten im urbanen Kontext. Er ist mit zahlreichen Arbeiten im öffentlichen Raum in der Emscherregion vertreten. Auf der ehemaligen Kläranlage in Bottrop-Ebel, dem heutigen BernePark, akzentuierte Mischa Kuball die äußeren Ränder der beiden Klärbecken mit LEDs. In einem moderaten Rhythmus bewegt sich das Licht als leuchtende Linie um die Klärbecken herum. Aus technischen Gründen war die Lichtinstallation schon länger nicht mehr in Betrieb.

Mischa Kuball war bei der Neuprogrammierung vor Ort und hat neben der Laufrichtung, die Länge des sichtbaren Lichtstreifens, die Geschwindigkeit der Lichtbewegung und die Lichtfarbe bestimmt. So bewegt sich das neutralweiße Licht in beiden Becken als etwa vier Meter langer Streifen synchron im Uhrzeigersinn entlang der Beckenränder. Mit der neuen Technik wird „Catch As Catch Can“ den BernePark ab Einbruch der Dämmerung für lange Zeit erleuchten.

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  • Samstag, 14. Mai 2022, von 12 bis 18 Uhr
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