Das Phantom vom Oppa

Dritter Komödien-Streich von Thomas Rech

Das Mondpalast-Ensemble: Das Phantom vom Oppa.
Das Mondpalast-Ensemble: Das Phantom vom Oppa. Foto: Heinz-Jürgen Bourichter

Nach den beiden Repertoire-Dauerbrennern Herr Pastor und Frau Teufel, wieder auf dem Spielplan vom 14. bis 16. September 2018, und Der zerdepperte Pott, zu erleben vom 21.-30. September 2018, kommt jetzt mit Das Phantom vom Oppa bereits die dritte Revier-Komödie aus der Feder von Thomas Rech im Mondpalast von Wanne-Eickel heraus. Uraufführungs-Premiere ist am Donnerstag,11. Oktober 2018. Nach dem „herausfordernden Biergarten-Sommer“, so der geschäftsführende Intendant Marvin Boettcher, mit tropischen Temperaturen, die das Publikum eher ins Freie als in den Mondpalast lockten, wird mit einem „sehr ehrgeizigen Stück“, so Autor und Regisseur Thomas Rech, die 15. Spielzeit des Ruhrpott-Volkstheaters eröffnet.

Mondpalast-Komödie: Das Phantom vom Oppa. Mondpalast-Komödie: Das Phantom vom Oppa. Mondpalast-Komödie: Das Phantom vom Oppa.

Mondpalast Komödie: Das Phantom vom Oppa.

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Auch wenn Dominik Brünning in der Rolle eines eigentlich mit Renovierungsarbeiten beschäftigten Maurers das erste Merkzeichen setzt, indem er einmal mehr seinen Astralkörper an der Rampe zur Geltung bringt, steht Axel Schönnenberg als Rentner Friedbert Breitscheid im Mittelpunkt der Familienalltags-Komödie, die ganz auf den Wiedererkennungs-Effekt des Publikums setzt. Oppa Friedbert denkt gar nicht daran, sich von seiner Familie, die er immerhin in den eigenen vier Wänden beherbergt, in die von Dr. Waltraud Eisentraut (Silke Volkner) geleitete Altersresidenz – und damit aufs Abstellgleis – verdrängen zu lassen. Besonders seine Schwiegertochter Karin (Susi Fernkorn), als Hauptschullehrerin ebenso voll gefordert wie als Mutter der 16-jährigen heftig pubertierenden Tochter Yvonne (Melanie Linka), scheint ein großes Interesse daran zu haben, den dünkelhaften Alten loszuwerden, ist sie doch die ständigen Sticheleien des dünkelhaften pensionierten Gymnasiallehrers leid.

Mondpalast-Komödie: Das Phantom vom Oppa. im Bild Ekki Eumann.
Mondpalast-Komödie: Das Phantom vom Oppa. im Bild Ekki Eumann. Foto: Heinz-Jürgen Bourichter

Aber auch Papa Thomas (Ekki Eumann), eigentlich ein freundlicher, als Kontaktbereichsbeamter bei der Polizei zudem außerordentlich kommunikativer Zeitgnosse, fühlt sich äußerst unwohl – so zwischen allen Stühlen. Er will es allen recht machen – und schafft es am Ende bei niemandem. Schon gar nicht bei Tochter Yvonne, die auf dem Öko-Trip plötzlich zur Veganerin geworden ist und ihren fleischessenden Erzeuger schlichtweg ignoriert. So kommt Thomas, angeregt durch seinen Lieblingsfilm „Bodyguard“, auf die fatale Idee, als Personenschützer zum SEK wechseln zu wollen.

Yvonne lässt sich umso mehr von den Muskelpaketen des Maurers namens Helge Freund beeindrucken, der eigentlich die Souterrain-Wohnung für die neuen Mieter, ein höchst ungewöhnliches Künstlerpaar (Astrid Breidbach und Andreas Wunnenberg), umbauen soll, nun aber kaum von dessen Seite weicht. An Oppas Seite soll angeblich sein Zwllingsbruder Emil stets präsent sein, doch den scheint es gar nicht zu geben. Ein Phantom, das nur dem zunehmend demenzkranken Hirn des Familienoberhauptes entsprungen ist?

Hier wird nicht zuviel verraten. Aber neben Martin Zaik, der den nordrhein-westfälischen Innenminister Dr. Arnulf Weinberg verkörpert, steht mit Heiko Büscher noch ein Breitscheid auf der Besetzungsliste – mit Vornamen Emil...

Die Termine dieses Jahres nach der Premiere: 12.-14. und 26.-28. Oktober, 2.-4., 21.-24. und 29./30. November, 1./2. und 28.-30. Dezember 2018, Karten unter mondpalast-com oder Tel. 02325 – 588 999.

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