Bilanz der Cranger Kirmes 2018

Impressionen der 583. Crange Kirmes
Impressionen der 583. Crange Kirmes Foto: Björn Koch

Vertreter der Stadt Herne, Schausteller, Polizei, Feuerwehr und DRK zogen am Sonntag (12.8.2018) eine Bilanz zur 583. Cranger Kirmes. Rund 3,9 Millionen Besucher werden laut Stadt bis zum Sonntagabend die Cranger Kirmes besucht haben. Der Jahrhundert-Sommer prägte das diesjährige Volksfest am Kanal und die Absage beider Feuerwerke und der Böllerschüsse gehen in die Geschichte ein. Die Hitze sorgte für mehr Einsätze bei Feuerwehr und DRK. Die Polizei meldete: Keine besonderen Vorkommnisse.

Impressionen der 583. Crange Kirmes
Viele Besucher kamen erst nach Sonnenuntergang. Foto: Björn Koch

Die 583. Cranger Kirmes verlief - fast - wie erwartet. „Es war zumindest in der ersten Hälfte die heißeste Kirmes, die wir in den letzten Jahrzehnten hatten,“ sagte Johannes Chudziak, Kirmesdezernent der Stadt Herne. „Aber die Menschen sind nicht weggeblieben, sondern später gekommen.“ Die Kirmes startete in diesem Jahr erstmals am ersten Donnerstag um 16 Uhr. „Das hat sich bewährt und wir werden dies in den nächsten Jahren so fortführen“, so Werner Friedhoff vom Fachbereich Öffentliche Ordnung und Sport. Wobei der erste Tag hauptsächlich „von der einheimischen Bevölkerung angenommen wurde. Viele kamen über die Hauptstraße auf den Platz“, sagt Friedhoff weiter.

Das Wetter der ersten Tage machte sich auch bei den Schaustellern bemerkbar. „Verlierer der Veranstaltung waren die Kinder- und Fahrgeschäfte, da dass Familienpublikum nicht nach Sonnenuntergang auf den Platz kam“, sagte Schaustellerpräsident Albert Ritter. Wer hingegen kühles Nass im Angebot hatte, war im Vorteil. „Die Wasserbahn war der Top-Renner! Aber insgesamt war die Kirmes ein tolles und friedliches Volksfest, wie es sein sollte.“

Impressionen der 583. Crange Kirmes
Für die Polizei eine ganz normale Kirmes. Foto: Björn Koch

Die Polizei zählte bis zum Sonntag insgesamt 491 Einsätze und liegt damit auf dem Niveau des Vorjahres. „Die meisten Einsätze hatten wir am letzten Freitag und gestrigen Samstag. Ansonsten keine Überraschungen und keine besonderen Vorkommnisse. Eine ganz normale Kirmes“, so Roland Schwarz, Leiter der Polizeiwache auf der Cranger Kirmes. Deutlich mehr Arbeit hatten die Einsatzkräfte von Feuerwehr und DRK. Die Feuerwehr rückte bis Sonntagmorgen 8 Uhr zu insgesamt 78 Einsätzen aus, „davon gingen 43 Einsätze auf den am Kirmesplatz stationierten Rettungswagen“, so Ralf Radloff von der Herner Feuerwehr. „Das ist eine Erhöhung der Einsatzzahlen um rund 70 Prozent gegenüber dem Durchschnitt.“ Radloff fasste die Gründe für die erhöhten Einsätze kurz und knapp zusammen: „Am ersten Wochenende war es sehr heiß und am zweiten kamen viele Besucher.“ Über eine ähnliche Entwicklung berichtete auch DRK-Einsatzleiter Thomas Jarolim: "Mit 922 Einsätze hatten wir fast eine Verdopplung der Einsatzzahlen. Der Schnitt liegt bei 550 Einsätzen". Laut Jarolim hätten die Sanitäter hauptsächlich Patienten mit Wespenstichen und Kreislaufproblemen betreut.

Impressionen der 583. Crange Kirmes
Entlastungsplatz vor dem Laserpix. Foto: Björn Koch

Die ersten Erfahrungen mit dem überarbeiteten Sicherheitskonzept floss in die Bilanz von Johannes Chudziak und Werner Friedhoff mit ein. „Wir hatten dieses Jahr erstmalig ein erweitertes Sicherheitskonzept und wir haben viel gerlernt. Hier werden wir in der Nachbetrachtung einiges zu besprechen haben, um dann im nächsten Jahr auch den Komfort der Besucher zu erhöhen“, so Chudziak. Werner Friedhoff ergänzte zu der Verlegung der Bushaltestellen: „Wir sind im Jahr 2018. Die Gefahrenlage hat sich verändert und wir werden so eine Veranstaltung nicht mehr mit einem Verkehrskonzept aus den 70er-Jahren durchführen. Wir schauen uns das genau an. Aber die Sicherheit der Besucher steht im Vordergrund und da sind natürlich auch Kompromisse zu schließen.“

Die diesjährige Kirmes bot ein leicht verändertes Bild, da ein Zwischengang fehlte. Dieser Gang wurde durch einen Entlastungsplatz vor dem Laser Pix ersetzt. „Wir haben keine Erfahrungen gemacht, dass der Platz fehlte“, sagte Kirmes-Chef Werner Friedhoff. "Der Platz war nicht stark frequentiert und wir überlegen jetzt, wir wir das in den nächsten Jahren anpassen. Aber aus unserer Sicht hat sich der Platz bewährt.

Impressionen der 583. Crange Kirmes
Rotor statt Gorilla. Die Geisterschlange fehlte. Foto: Björn Koch

Und wo war jetzt der Affe? Wer einen Gang über den Platz macht fiel - vielleicht - auf, dass die Geisterschlange mit dem bekannten Gorilla nicht da war. An der Stelle stand der Rotor. „Für den Gorilla war's dieses Jahr zu warm“, sagte Platzmeister Tibo Zywietz und lacht. „Spaß beiseite. Die Geisterschlange hat dieses Jahr eine andere Reiseroute genommen. Dies war aber schon letztes Jahr bekannt.“

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Impressionen der 583. Crange Kirmes Foto: Björn Koch
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