Bilanz der 582. Cranger Kirmes

Crange im Regen am AbendFoto: Björn KochCrange im Regen am Abend

Als am Sonntagabend (13.8.2017) die 582. Cranger Kirmes endete, haben voraussichtlich 3,8 Millionen Menschen das Volksfest am Kanal besucht. „Eine ruhige und friedliche Kirmes“, so die Bilanz der Vertreter der Stadt Herne, Feuerwehr, Polizei, DRK und Schausteller zu der Cranger Kirmes am Sonntag.

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Videowagen der Polizei im Einsatz auf der Cranger Kirmes.Foto: Björn KochJohannes Chudziak (links) und Werner Friedhoff zogen Bilanz zur 582. Cranger Kirmes.

Die 582. Auflage der Cranger Kirmes brachte einen zusätzlichen Tag und ein neues Festzelt. „Das neue Zelt ist gut angenommen worden und jeden Abend wurde auf den Tischen getanzt. Eine gelungene Premiere“, sagte Kirmesdezernent Johannes Chudziak. „Nach meiner Wahrnehmung war die Stimmung auf dem Platz in diesem Jahr deutlich gelöster. Die letzte Kirmes fand ja unter dem Eindruck des Terroranschlages in Nizza statt und es war eine gewisse Anspannung spürbar“, so der Stadtrat.

Uwe Hillen berichtete über die Einsätze der Polizei auf der Cranger Kirmes.Foto: Björn KochUwe Hillen berichtete über die Einsätze der Polizei auf der Cranger Kirmes.
Videowagen der Polizei im Einsatz auf der Cranger Kirmes.Foto: Björn KochVideowagen der Polizei im Einsatz auf der Cranger Kirmes.

Für die Sicherheit der Kirmesbesucher waren Polizei, Feuerwehr und das Deutsches Rotes Kreuz (DRK) verantwortlich. „Unser Ziel war es, den Besuchern ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln. Erkenntnisse auf einen Terrorgefahr gab es nicht,“ sagte Uwe Hillen, Leiter der Sonderwache der Polizei auf der Cranger Kirmes. Rund 450 Einsätze wickelte die Polizei in den bisherigen zehn Tagen ab. „Diese Zahl entspricht dem Vorjahr. Da die Kirmes einen Tag länger dauert, ist das bisherige Ergebnis sogar rückläufig“, so Hillen. Die Polizei zeigte Präsenz auf dem Kirmesplatz und „wir verzichteten dabei bewußt auf ein Bild mit Maschinenpistolen. Durch unsere sofortige Präsenz konnten wir zum Beispiel Tummultdelikte verhindern“, sagte der erste Polizeihauptkommissar. Die Polizei setzte auf frühzeitige Beobachtung von besonderen Gruppen. „Wir haben dreimal Rocker-Gruppen und einmal eine Fan-Gruppe stetig auf dem Platz beobachtet und sind in der Nähe geblieben. Das hatte den Vorteil, dass die Gruppen sich beobachtet fühlten und die anderen Kirmesbesucher merkten, dass wir da sind.“ Bei solchen Gelegenheiten kam auch der Videowagen der Polizei zum Einsatz. „Der Wagen lieferte der Polizeiführung immer Bilder und sorgte so für eine Gefahrenabwehr.“

Videowagen der Polizei im Einsatz auf der Cranger Kirmes.Foto: Björn KochDRK-Wachleiter Rainer Weichert auf dem Kirmesplatz.

Das DRK zählte bis Sonntagmorgen insgesamt 388 Hilfeleistungen. Die Einsatzkräfte brachten 123 Patienten in die umlegenden Krankenhäuser und halfen bei der Suche von drei vermissten Personen. „Bei zwei gesuchten Personen handelte es sich um ältere Menschen. Normalerweise nicht unsere Hauptaufgabe, aber wenn eine Gehbehinderung oder notwendige Medikamente eine Rolle spielen, dann helfen wir sofort mit“, so Wachleiter Rainer Weichert.

Ralf Radloff von der Herner Feuerwehr berichtete „von einer durchschnittlichen Kirmes. Das erste Wochenende war sehr stark, doch im Laufe der Woche relativierte sich das wieder.“ In Zahlen: 40 Einsätze für den Rettungsdienst und einen Brandeinsatz (halloherne berichtete). „Das Konzept mit der Einsatzleitung im Schleusenturm hatte sich auch bewährt“, sagte der Feuerwehrmann (halloherne berichtete).

Videowagen der Polizei im Einsatz auf der Cranger Kirmes.Foto: Björn KochAlbert Ritter bei der Pressekonferenz.

Und wie war die Kirmes für die Schausteller? „Das Wetter war sehr wechselhaft, doch die meisten Schausteller waren unter’m Strich zufrieden“, sagte Werner Friedhoff, Fachbereichsleiter bei der Stadt Herne. „Wenn mit mit den Samstagen die Haupttage verregnet sind, dann ist das schon spürbar“, so Albert Ritter. Der Präsident der Schausteller lobte die Stimmung auf Crange: „Das hier ist ein großes Miteinander und alle feiern zusammen. Das merkt man schon in der Aufbauwoche.“ Für Ritter war ein Highlight der Besuch von hunderten Kindern am Donnerstag (halloherne berichtete). „Für uns war wichtig, dass die Kinder Spaß haben. Unsere Belohnung war das Lachen der Kinder.“

Für halloherne-Fotograf Björn Koch gab's kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung. So war er am regnerischen Donnerstagabend (10.8.2017) und am wechselhaften Samstagnachmittag (12.8.2017) auf dem Kirmesplatz unterwegs und brachte diese Fotostrecken mit:

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Ein Regentag auf der 582. Cranger KirmesFoto: Björn KochRegenkleidung und Gummistiefel waren bevorzugte Kleidungsstücke der 582. Cranger Kirmes.
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Text: Björn Koch 13. August 2017, 14:50 Uhr