Ausstellung: Gezeichnet

Christa Jakubat und Rolf Pötter im Kunstpunkt

Christa Jakubat.
Christa Jakubat. Foto: Pitt Hermann

Meisterliche Zeichnungen sind noch bis zum 19. April 2020 in der Galerie Kunstpunkt des Herner Künstlerbundes HKB '90 zu sehen. Die Ausstellung - Gezeichnet - die Künstlerbund-Vorsitzende Cara Lila Bauer am 2. Februar 2020 an der Mont-Cenis-Straße 296 eröffnete, präsentiert gut zwanzig Arbeiten der beiden HKB '90-Mitglieder Christa Jakubat und Rolf Pötter. Der Andrang auf der Vernissage war so groß, dass es zu einem Ohnmachtsanfall eines Besuchers kam. Frischluftzufuhr selbst bei regnerischem Winterwetter soll künftig einen Hitzestau in der Galerie neben dem Sodinger Bunker verhindern.

Ausstellung in der Galerie Kunstpunkt.
Ausstellung in der Galerie Kunstpunkt. Foto: Robert Freise

Christa Jakubat, Leipzigerin des Jahrgangs 1940, hat nach ihrem Diplom-Studium als Grafik-Designerin zunächst für die Leipziger Volkszeitung gearbeitet und Skizzen von Interviewpartnern der Redakteure angefertigt. Einige der so entstandenen Porträts sind nun in Herne, ihrer Wahlheimat seit 2001, zu sehen. Christa Jakubat hat zwischenzeitlich zwölf Jahre im südhessischen Griesheim vor den Toren Darmstadts gelebt und als Grafik-Designerin gearbeitet: 1998 und 2.000 wurde sie dort mit Publikumspreisen ausgezeichnet. Die Bildthemen ihrer zwischen 1966 und 2019 entstandenen Werke sind vielfältig: neben Porträts und Menschen sind es Motive aus der Natur und ihrer Heimatstadt Leipzig, aber auch alltägliche Gegenstände, die ihr Interesse wecken. Dabei aquarelliert sie auch Zeichnungen wie das Großformat „Atlantis, mein Geburtshaus“. Oder collagiert Zeichnungen mit Draht wie die titelgebende Arbeit „gezeichnet“ von 2015/19 oder „am Bodden“ von 1998/2019, auf der abgebildeten Zeichnung „Modell-Illusion“ von 2012 aber nur zum Schein.

Rolf Pötter.
Rolf Pötter. Foto: Pitt Herrmann

Rolf Pötter, Herner des Jahrgangs 1941, ist Autodidakt – aber was für ein Könner! Seine besondere Leidenschaft gilt den Material-Collagen, im Sodinger Kunstpunkt aber sind 1990/91 entstandene Zeichnungen mit heimischen Motiven ausgestellt. Von der Kohlenhandlung an der Riemker-/Ecke Rechenstraße und einem Constantiner Zechenhaus über das Baukauer Steag-Kraftwerk bis hin zu einem Bauernhof mit Schweinen reicht die Themenpalette, der er nicht klassisch mit Bleistift oder Rötel zu Papier bringt, sondern mit Tusche. Die Pinselstriche geben seinen Arbeiten einen frischen, bewegten Duktus, im Bild eine Villa am Herner Stadtgarten und ein Börniger Teutoburgia-Zechenhaus. Hat die Zeichnung, zumal vor Ort entstanden, ursprünglich etwas Skizzenhaftes, häufig in der Funktion einer Vorstudie für ein im Atelier zu malendes Bild, so sind Rolf Pötters meisterliche Tusche-Pinselzeichnungen Dokumente eines Ist-Zustandes und zugleich Ausdruck künstlerischer Freiheit.

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Sonntag
Sonntag, 02. Februar, um 15 Uhr bis Sonntag, 19. April 2020, um 18 Uhr Galerie Kunstpunkt , Mont-Cenis-Straße 296 , 44627 Herne Die Ausstellung - Gezeichnet - wird noch bis zum 19. April 2020: Mittwochs und sonntags jeweils zwischen 15-18 Uhr.
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