10.194 Personen ohne Job, Quote bei 12,2 Prozent
Arbeitslosenzahl sinkt im Mai
Die Agentur für Arbeit verzeichnet im Mai 2026 einen leichten Rückgang der Arbeitslosenzahlen. Es konnten wieder mehr Menschen eine neue Anstellung finden. Beide Rechtskreise - sowohl die Agentur für Arbeit als auch das Jobcenter - konnten von der positiven Entwicklung profitieren. Dies gilt als positives Signal für den Arbeitsmarkt.
Dennoch klingen viele Stimmen aus den Unternehmen anders. Die Unternehmerschaft ist weiterhin verunsichert. Die geopolitischen Gegebenheiten wie zum Beispiel die steigenden Energiepreise wirken sich weiter aus. Hinzu kommt: Die Sommermonate sind häufig gekennzeichnet durch eine wirtschaftlichen Flaute. Es bleibt also abzuwarten, in wie weit die aktuelle Entwicklung anhält. Deutlich ist, dass die Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt nicht von jetzt auf gleich gelöst werden können.
146 Erwerbslose weniger
Im Mai 2026 sind mit insgesamt 10.194 gemeldeten Arbeitslosen in Herne 146 Personen oder 1,4 Prozent weniger arbeitslos als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Arbeitslosigkeit damit um 76 Personen oder 0,8 Prozent erhöht. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im Mai unverändert zum Vorjahr 12,2 Prozent - im Vormonat lag sie noch bei 12,5 Prozent.
Christopher Meier, Leiter der Agentur für Arbeit Bochum, ordnet die aktuelle Lage so ein: „Wir verzeichnen eine leichte Abnahme der Arbeitslosenzahlen. Dies deutet noch nicht auf eine echte Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt hin. Die Unternehmen bleiben vorsichtig. Dies spiegelt sich auch im Bereich der Ausbildung wider. Trotz der anhaltenden Herausforderungen bleibt es sehr wichtig, die Ausbildung nicht aus den Augen zu verlieren.“
Weiter sagt er: „Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise ist es entscheidend, dass wir in die Zukunft investieren und junge Menschen auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vorbereiten. Die Ausbildung zählt zu den wichtigen Bausteinen für die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Wir müssen daher alles tun, um die Ausbildungsmöglichkeiten zu erhalten und zu fördern, auch wenn dies in der aktuellen Situation nicht einfach ist.“
Bundesweite Zahlen
Bundesweit sank die Arbeitslosenzahl um 58.000 Personen auf 2,95 Millionen. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies ein Plus um 31.000 Erwerbslose. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent.