Am Anfang war das Wort

Cartoon-Workshop der JKS

v.l. Torsten Kropp, Dagmar Gosejacob, Michael Holtschulte.
v.l. Torsten Kropp, Dagmar Gosejacob, Michael Holtschulte. Foto: Patrick Mammen

„Das sieht schon mal ganz gut aus - jetzt fehlt nur noch der Witz", sagte Michael Holtschulte am Samstag (16.3.2019). In der Jugendkunstschule (JKS) Herne fand der erste Cartoon-Workshop statt. Acht Jugendliche waren dabei, um sich in die Kunst der Karikatur und des Cartoon-Zeichnens schulen zu lassen. Holtschulte und seine Dozentenkollegen Dagmar Gosejacob und Torsten Kropp teilten ihr Wissen mit den jungen Leuten. Das Thema der ersten Übung war: Kein WLAN auf der einsamen Insel. Ein Teilnehmer hatte auf seinem Entwurf einen Gestrandeten auf einer Mini-Insel im Ozean gezeichnet, neben ihm ein Schild mit einem durchgestrichenen WLAN Symbol.

...danach kommt das Bild
Erste Entwürfe. Foto: Patrick Mammen

Holtschulte ist Vollzeit-Zeichner. „Ich lebe meinen Traum und kann von meinen Zeichnungen leben", sagte er im halloherne Interview. Der 39-Jährige arbeitet freiberuflich für die WAZ, Titanic, Stern und früher auch für YPS -die Zeitschrift mit dem Gimmick. „Lange Zeit gab es gar kein YPS mehr, dann wurde es neu aufgelegt aber 2017 endgültig eingestellt", bedauert der Hertener. Die Ideen für seine Zeichnungen notiert Hotschulte in einem Notizbuch, später macht er eine Bleistiftzeichnung und bearbeitet sie am Computer. „Das sorgt dafür, dass die Farben gleichmäßig werden. Heute absolut üblich", so Holtschulte.

Michael Holtschulte und Dagmar Gosejacob.
Michael Holtschulte und Dagmar Gosejacob. Foto: Patrick Mammen

„Wenn ich nicht gerade zeichne, dann feiere ich Karneval", sagte Dagmar Gosejacob. Die Düsseldorferin arbeitet ebenfalls hauptberuflich als Zeichnerin. Die Karikaturen sind nur ein Teil ihres breit gefächerten Angebots. „Ich habe mich vor neun Jahren selbstständig gemacht und mir gedacht: Ab heute wird gezeichnet. Cartoons mache ich nur, wenn mir was Lustiges eingefallen ist - oder ich das Bedürfnis habe, etwas 'rauszuhauen. Am meisten arbeite ich für Firmen und visualisiere für sie. Ich mache sehr viel Graphic recording. Das bedeutet, dass ich bei Firmenveranstaltungen visuelle Protokolle erstelle. Wenn eine Firma eine Veranstaltung hat und ganz tolle Redner eingeladen hat, dann stehe ich daneben, mit einem großen Flip-Chart - und übersetzte alles was ich höre in eine Bildsprache. Diese Arbeit macht mich total glücklich und bezahlt auch meine Miete." Mehr Infos zu Dagmar Gosejacob und Michael Holtschulte.

„Ich arbeite schon seit rund 20 Jahren als Dozent in der Jugendkunstschule", sagte Torsten Kropp. Die Lehrtätigkeit ist allerdings nicht sein einziges Arbeitsfeld, Kropp hat einiges zu bieten. „Ich habe für die Firma Preising, die Schutzausrüstung für Stromhandwerker herstellt, Comics für Werbeprospekte und Schulungen erstellt. Dazu begleite ich - fast seit Beginn der Veranstaltungsreihe - Tegtmeiers Erben (halloherne berichtete) hier in Herne. Dazu habe ich das Buch Lustige Lautgeschichten von Hansi Piatek illustriert." -zu Torsten Kropp auf facebook.

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