Start in die Pflegeausbildung
Alle Teilnehmenden bestehen den Hauptschulabschluss
Bochum. Ein bedeutender Meilenstein ist erreicht: Alle 22 Teilnehmenden des Modellprojekts Pflege haben ihren Hauptschulabschluss erfolgreich erworben. Am Donnerstag (5.2.2026) wurden im feierlichen Rahmen die Zeugnisse überreicht – bereits einen Tag später, am Freitag, 6. Februar 2026, startet für die Absolventinnen die einjährige Ausbildung zur Pflegefachassistentin.
Vielfältige Lebensgeschichten
Die Teilnehmenden bringen vielfältige Lebensgeschichten mit: Sie stammen aus Europa, Afrika und Asien, einige sind in Deutschland geboren – für die meisten ist Deutschland jedoch nicht das Herkunftsland. Heute leben alle im Ruhrgebiet. Neun Monate lang saßen die längst erwachsenen Männer und Frauen gemeinsam wieder auf der Schulbank, mit einem klaren Ziel: den nachgeholten Hauptschulabschluss als Eintrittskarte in eine qualifizierte Ausbildung mit sehr guten Perspektiven für eine nachhaltige Beschäftigung im Pflegebereich. Mit dem Zeugnis in der Hand beginnt nun die nächste, anspruchsvolle Etappe: die zwölfmonatige Ausbildung zur Pflegefachassistenz an der Pflegeschule Johanneswerk. Doch zunächst steht das gemeinsame Feiern des persönlichen Erfolgs im Mittelpunkt.
Peter Lübbert, Geschäftsführer des quaz.ruhr, zeigt sich hoch erfreut: „Im Erwachsenenalter noch einmal die Schulbank zu drücken, ist grundsätzlich eine Herausforderung. Für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und Sprachbarrieren ist es ungleich schwerer. Umso größer ist der Respekt vor dieser Leistung.“ Ein besonderer Dank gilt der VHS Herne, insbesondere Frau Iwona Jarczewski (Foto ganz links) sowie Dagmar Vogel und dem engagierten Lehrerteam. Mit großem Einsatz, fachlicher Kompetenz und viel Einfühlungsvermögen haben sie maßgeblich zum Erfolg beigetragen. Ein weiteres zentrales Erfolgsgeheimnis des Projekts ist die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Bochum und der Agentur für Arbeit Bochum. Durch ihr kontinuierliches Engagement, ihre Begleitung und die verlässliche Förderung ermöglichen beide Partner die erfolgreiche Umsetzung des Modellprojekts.
Der nächste Projektstart ist bereits geplant: 23. März 2026. Interessierte können sich telefonisch unter 0234 687267-64 oder melden.