Tage der offenen Tür und lange Beratungsnacht
Aktionswoche der Schuldnerberatung
Die bundesweite Aktionswoche Schuldnerberatung findet in der Zeit von Montag bis Freitag, 15. bis 19. Juni 2026, unter dem Motto „Wie komme ich an mein Geld? Wenn das P‑Konto zum Problemkonto wird“ statt. Aus diesem Grund stellt die Schuldnerberatungsstelle des evangelischen Kirchenkreises Herne sich am Mittwoch, 17. Juni 2026, von 11 bis 15 Uhr, mit einem Tag der offenen Tür ihre Arbeit vor.
Tag der offenen Tür
Alle Interessierten Bürger sind herzlich eingeladen, sich am Tag der offenen Tür über die Arbeit der Beratungsstelle zu informieren. Für Kinder gibt es Spiele, und für einen kleinen Imbiss wird das Team auch sorgen.
Lange Nacht der Schuldnerberatung
Am Montag, 15. Juni 2026, bietet das Team dann die lange Nacht der Schuldnerberatung an. An diesem Tag wird es bis in den späten Abend hinein Termine für Beratungsgespräche geben. Um Voranmeldung wird gebeten: Tel 02323 / 994980.
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- Montag, 15. Juni 2026
Zur Kontopfändung des P-Kontos
In Deutschland kommt es monatlich zu mehreren hunderttausend Kontopfändungen. Viele der betroffenen Menschen sind auf ein Pfändungsschutzkonto angewiesen, um ihr Existenzminimum zu sichern. Das P‑Konto soll gewährleisten, dass trotz Pfändung Geld für Miete, Energieversorgung, Lebensmittel oder Medikamente verfügbar bleibt. Doch in der Praxis erleben Ratsuchende immer wieder etwas anderes: Konten werden verspätet umgewandelt, Freibeträge nicht rechtzeitig berücksichtigt, Guthaben blockiert oder zusätzliche Hürden aufgebaut. Die Frage „Wie komme ich an mein Geld?“ beschäftigt Beratungsstellen nahezu täglich.
Gerade Menschen in akuten finanziellen Notlagen brauchen schnelle, unbürokratische und verlässliche Unterstützung. Die Realität ist jedoch oftmals geprägt von unklaren Zuständigkeiten, fehlenden Informationen und einer Rechtslage, die an entscheidenden Stellen unpräzise bleibt. Wenn Pfändungsschutz erst durch verschiedene Instanzen durchgesetzt werden muss, vergehen nicht selten Wochen oder Monate – mit gravierenden Folgen für die Existenzsicherung der Betroffenen.
Forderung: Wirksamer Schutz des P-Kontos
Mit der Aktionswoche 2026 machen wir auf diese Probleme aufmerksam und fordern einen wirksamen Schutz des P‑Kontos als soziales Sicherungsinstrument, klare und verbindliche Standards für Banken, barrierefreie und geschulte Ansprechstellen sowie konsequente Sanktionen bei Verstößen. Zugleich muss der Zugang zum Basiskonto tatsächlich gewährleistet und bestehende Hürden abgebaut werden. Ein Girokonto ist ein elementarer Bestandteil gesellschaftlicher Teilhabe.