Germinal - ein Stummfilm-Konzert

Live Bild Klang Experiment mit Live-Musik

Duisburg. Am Freitag, 21. September Juni 2018, 17 Uhr, lädt die Musik-Film-Performance Germinal mit den Musikern Martin Blume (Percussion), Gunda Gottschalk (Viola) und Eckard Koltermann (Bassklarinette) in das Museum Küppersmühle nach Duisburg ein. Sie zeigen das Projekt Germinal, nach dem gleichnamigen Film von Albert Capellani, der die unmenschlichen Bedingungen in französischen Bergwerken um 1900 zeigt. Den Film-Klassiker aus dem Jahr 1913, der im Original eine Länge von über sieben Stunden hat, haben die Musiker radikal gekürzt und auf assoziative Szenen verdichtet. Dauer: 60 Minuten

Nach dem Meisterwerk Germinal von Emile Zola inszenierte der um Authentizität bemühte Claude Berri den bislang teuersten Film der französischen Geschichte mit Gerard Depardieu in der Hauptrolle.
Nach dem Meisterwerk Germinal von Emile Zola inszenierte der um Authentizität bemühte Claude Berri den bislang teuersten Film der französischen Geschichte mit Gerard Depardieu in der Hauptrolle. Foto: Veranstalter
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Freitag, 21. September 2018, um 17 Uhr Museum Küppersmühle, Philosophenweg 55, 47051 Duisburg

Teil dieser Collage wird unter anderem auch eine echte Filmrarität sein: der Kurzfilm Demolition Entertainment (2004) von Jörg Keweloh. Dieser Film setzt sich mit dem Verschwinden der materiellen Zeichen der Industriekultur im Ruhrgebiet auseinander. Doch was verschwindet, lebt in den Bildern weiter. Gespenster ertanzen sich ihre Welt neu. Ein impressionistisches Requiem. Damit wird auf filmischer Ebene versucht, einen historischen Bogen zum Thema Bergbau herzustellen. Musikalisch wird es keine klassische Filmmusik, keine den Film begleitende Ausdrucksform geben, sondern etwas Drittes: eine energetisch geladene Musik-Film-Performance mit spontanen Kompositionen, die den filmischen Code aufgreift und als Inspirationsbeschleuniger für die eigenen Gestaltungsprozesse nutzt.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung Kunst und Kohle statt und wird finanziert durch den Förderverein RuhrKunstMuseen e.V.