Künstlerzeche Unser Fritz: Frederike de Graft

Cloudy homes and empty spaces.
Cloudy homes and empty spaces. Foto: Frederike de Graft

Am Samstag, 13. Oktober 2018, findet um 17 Uhr die Preisverleihung des Kunstförderpreises Junge Positionen NRW 2018 an die Künstlerin Frederike de Graft, Gaststipendiatin der Kunstakademie Münster, statt. Gleichzeitig wird ihre Ausstellung Cloudy homes and empty spaces eröffnet. Der 2013 begründete, jährlich ausgeschriebene Wettbewerb Junge Positionen NRW der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 ist für junge Künstler der Kunstakademien in Nordrhein-Westfalen bestimmt. Eine fünfköpfige Fachjury besucht die jährlich stattfindenden Rundgänge der Akademien und begutachtet die dort ausgestellten Werke der angehenden Künstler. Die auf diesen Besuchen getroffene Auswahl wird in einer internen Sitzung diskutiert und aus deren Mitte wird der Preisträger bestimmt. Als Geldpreis sind 1.000 Euro ausgeschrieben. Hinzu kommt eine Einzelausstellung in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 samt Betreuung durch einen erfahrenen Künstler, der sein Atelier in der Zeche hat.

Im Fall von Frederike de Graft ist es Danuta Karsten. Während des Aufbaus kann die Künstlerin in der Zeche wohnen, die Kosten der Ausstellung und deren Dokumentation übernimmt der Förderverein der Zeche. Frederike de Graft, geboren 1990 in Eckernförde, absolvierte zunächst ein Studium der Kunst und Geschichte an der Muthesius Kunsthochschule Kiel, bevor sie Freie Kunst bei bei Prof. Henk Visch studierte, der sie 2017 zur Meisterschülerin ernannte. 2018/19 ist Frederike de Graft, die 2016 auf der Kuboshow in den Flottmannhallen erstmals in Herne ausstellte, Gaststipendiatin an der Kunstakademie Münster bei Professor K. Weber. Benedikt Fahrnschon, Kunsthistoriker an der Kunstakademie Münster: „Frederike de Graft sucht in ihrer künstlerischen Arbeit nach Möglichkeiten, impliziten Körperempfindungen eine äußere Gestalt zu geben. Bei diesen Versuchen geht es um ein Übersetzen und Formulieren von etwas Undefiniertem in eine mögliche, greifbare Form. Der menschliche Körper als Achse unserer Wahrnehmung und als komplexes Verständigungsinstrument zwischen Innen- und Außenwelt agiert dabei oft als Ausgangspunkt. Bildhauerisch, zeichnerisch und performativ untersucht sie diesen in seinem Habitus, wobei die Ambivalenz des mimischen und gestischen Körpers als Subjekt umschließende Hülle in den Fokus ihrer Befragung tritt. Ebenso relevant erscheint in den bildhauerischen Arbeiten und Installationen die Ambiguität von alltäglichen Objekten, Räumen und Orten, in denen sie die Dissonanz von Material und Stofflichkeit, Form und Bedeutungszuschreibungen auszuloten versucht.“

Nach der Begrüßung um 17 Uhr durch Jens Blome, Vorsitzender des Fördervereins, führt Benedikt Fahrnschon in die Arbeiten Frederike de Grafts ein am Samstag, 13. Oktober 2018, den musikalischen Rahmen übernimmt die Band Kein Talent, hässlich und überflüssig. Die Ausstellung Cloudy homes and empty spaces ist anschließend noch bis zum 4. November 2018 in der Künstlerzeche Unser Fritz zu sehen, mittwochs und samstags von 15 bis 18 Uhr, sonntags von 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung unter Tel. 0176 – 31 281 361. Zeitgleich zur Finissage am 4. November 2018 laden die Zechenkünstler von 14 bis 17 Uhr zur Aktion Offene Ateliers ein.

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Samstag, 13. Oktober 2018, um 17 Uhr Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 , Zur Künstlerzeche 10 , 44653 Herne
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