425 freie Ausbildungsplätze in Herne

Azubi am 3D-Drucker. NUR NGG
Azubi am 3D-Drucker. Foto: NGG

Azubis gesucht: Zum Start des neuen Ausbildungsjahres 2019 gibt es in Herne aktuell 425 freie Ausbildungsplätze. Damit sind noch 48 Prozent aller gemeldeten Lehrstellen unbesetzt. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit. Die NGG Ruhrgebiet beruft sich dabei auf neueste Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Gewerkschafter Adnan Kandemir appelliert an Schulabgänger, sich auch in der Ernährungsbranche umzusehen: „Vom Süßwaren-Technologen bis zur Chemielaborantin – die Lebensmittelindustrie bietet hochtechnische Berufe bei überdurchschnittlicher Bezahlung. In Herne haben Firmen jetzt noch 30 freie Plätze für künftige Experten rund ums Essen und Trinken zu vergeben.“

Die Ernährungsindustrie ist der viertgrößte Industriezweig in Deutschland – und mit 900 Beschäftigten allein in Herne ein „wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region“, so Kandemir. Nach Einschätzung des NGG-Gewerkschaftssekretärs dürften gelernte Fachleute künftig kaum Probleme haben, hier eine passende Stelle zu finden. „Gefragt ist insbesondere die Fachkraft für Lebensmitteltechnik. Wer das lernt, hat nach der Ausbildung einen soliden Titel in der Hand. Je nach Betrieb können Gesellen eine Spezialisierung etwa für Getränke, Brot- oder Tiefkühlwaren draufsatteln und es bis zum Industriemeister bringen“, erklärt Kandemir.

Aber Lebensmitteltechniker seien nicht nur „Experten für Brause, Backfisch oder Bonbons“. Die Digitalisierung schreite in ihrem Berufsfeld so schnell voran wie in kaum einer anderen Branche. „Künstliche Intelligenz ist in der Ernährungsindustrie längst angekommen und steuert zum Beispiel Abläufe in der Lagerlogistik. Das macht die Jobs nicht nur für Mechatroniker und Computerspezialisten interessant. Die neuen Technologien bieten ganz neue Möglichkeiten – vom Ausprobieren neuer Rezepte bis hin zur App-basierten Kommunikation mit dem Verbraucher“, so Adnan Kandemir. Weitere Infos rund um Berufe in der Ernährungsindustrie und offene Ausbildungsplätze vor Ort gibt es auf der Azubi-Börse der Arbeitsagentur.

Quelle: