Tötungsdelikt in Bochum-Hordel

Polizei im Einsatz. (Symbolbild)
(Symbolbild) Foto: halloherne

In einer gemeinsamen Presseerklärung der Bochumer Staatsanwaltschaft und des Bochumer Polizeipräsidiums heißt es am Dienstag (5.2.2019): Am späten Montag (4.2.2019) kam es in der sogenannten Kappskolonie im Bochumer Stadtteil Hordel zu einem Tötungsdelikt, bei dem das 68-jährige Opfer noch am Tatort verstarb. Staatsanwalt Michael Nogaj und die von Kriminalhauptkommissarin Daniela Stiens geleitete Mordkommission I haben die Ermittlungen aufgenommen.

Nach bisherigem Sachstand kam es an der Sechs-Brüder-Straße zunächst zu einem Einbruch in eine Doppelhaushälfte. Dabei trafen die beiden bislang noch unbekannten Täter gegen 15:25 Uhr auf den Hauseigentümer (68) und dessen Bekannte (71).

Nachdem die Männer die beiden zu Boden gebracht hatten, durchsuchten sie das Haus nach Bargeld und geldwerten Gegenständen. Über die Art und die Höhe der Beute liegen noch keine Erkenntnisse vor. Als die Täter das Haus verlassen hatten, alarmierte die 71-Jährige gegen 17:50 Uhr über den Notruf die Polizei. Die eintreffenden Polizeikräfte fanden den Hauseigentümer auf dem Boden liegend und gefesselt vor. Zu diesem Zeitpunkt wies der 68-Jährige für die Polizeibeamten keine erkennbaren Vitalzeichen mehr auf. Auch die Reanimations-Maßnahmen, die der Notarzt durchführte, blieben ohne Ergebnis.

Die Todesursache ist bislang noch nicht geklärt. Aufschluss darüber soll die Obduktion des Leichnams erbringen, die noch heute (5.2.2019) in den Räumen der Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Essen durchgeführt wird. Die eingesetzte Mordkommission und die Staatsanwaltschaft Bochum ermitteln derzeit wegen des Verdachts des Mordes und des Raubes mit Todesfolge. Hinweise aus der Bevölkerung werden unter Tel 0234 / 909-4110 und 0234 / 909-4441 (Kriminalwache) erbeten - auch auf verdächtige Fahrzeuge, die auf dem in Tatortnähe gelegenen Parkplatz des Nord-West-Bades abgestellt waren.

1. Ergänzungsmeldung (5.2.2019, 13:39 Uhr)

Bei der Obduktion hat sich herausgestellt, dass der 68-jährige Bochumer eines nicht natürlichen Erstickungstodes verstorben ist. Die Ermittlungsarbeit der Mordkommission dauert an.

2. Ergänzungsmeldung (6.2.2019, 12:56 Uhr)

Mittlerweile ist die „MK“ auf knapp 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vergrößert worden - auch weil eine Vielzahl von Hinweisen eingegangen sind, die nun überprüft werden müssen. Gestern haben die Ermittler noch einmal mit der stark gehbehinderten 71-jährigen Bochumerin gesprochen, die den Raubüberfall - ohne körperlich verletzt zu sein - über Stunden miterleben musste. Die Seniorin war mit ihrem Partner gegen 15.25 Uhr in die Doppelhaushälfte an der Sechs-Brüder-Straße zurückgekehrt. Während sich ihr Lebenspartner im Garten aufhielt, traf die Frau im Hausflur plötzlich auf die beiden maskierten und dunkel gekleideten Einbrecher.

Noch steht es nicht fest, wie und wann die Kriminellen in das Haus gelangt sind. Direkt nach dem Aufeinandertreffen brachten die Täter die 71-Jährige zu Boden und deckten sie mit Kleidungsstücken zu. Anschließend passten die Männer, die vermutlich nicht Deutsch gesprochen haben, den 68-Jährigen ab und fesselten ihn. Danach hat sich das Duo mindestens bis 17.30 Uhr in dem Haus aufgehalten und alle Etagen intensiv nach Beute durchsucht. Um 17.50 Uhr hat die Seniorin, nachdem sie keine Gehgeräusche der Täter mehr hören konnte, dann den Mut aufgebracht, den Notruf der Polizei zu wählen.

Neue Rufnummer für Zeugenhinweise

Für die „MK Hordel“ ist heute eine Rufnummer speziell für Zeugenhinweise eingerichtet worden. Unter der 0234 / 909-5036 sind die Ermittler rund um die Uhr zu erreichen. Auch jeder noch so kleine Hinweis kann zur Aufklärung dieses brutalen Verbrechens führen!

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