ARD-Morgenmagazin bei der Schillerschule

Beim Verkehrszähmertag an der Schillerschule
Beim Verkehrszähmertag an der Schillerschule Foto: Henrich Kleyboldt

Der zu Fuß zurückgelegte Schulweg fördert Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein. So beginnt jeder Tag mit einem positiven Erlebnis. Schüler, Eltern und Lehrer machen das Verkehrszähmer-Projekt sichtbar. Mit Warnwesten und Plakaten ausgestattet stehen sie am Mittwochmorgen (9.1.2019) vor der Schillerschule. Gemeinsam zeigen sie Flagge gegen das hohe Verkehrsaufkommen vor der Schule und für die Nutzung der Elternhaltestelle. Begleitet wurde die Aktion von Reportern des ARD-Morgenmagazins, die auf die Schillerschule aus positives Beispiel aufmerksam wurden. Hier geht es zum Beitrag , über Herne wird ab Minute 1.44 berichtet.

Längst ist das Projekt schon als Standard in den Schulalltag integriert. Denn seit fünf Jahren stehen jeden Morgen vier Eltern auf dem Schulweg von der Elternhaltestelle am Lidl zur Schillerschule. „Seitdem ist der Verkehr vor der Schule schon deutlich ruhiger geworden“, stellt Andreas Merkendorf, Vater und Verkehrszähmer-Beauftragter der Schule fest. Immer mehr Eltern sehen, wie wichtig es für die Entwicklung des Kindes ist, den Schulweg allein zu bewältigen. „Dies stärkt die Selbstständigkeit und das Selbstbewusstsein. Das freut uns sehr“, sagt Sandra Senfleben, Mutter und weitere Verkehrszähmer-Beauftragte.

„Eigenschaften, die in der Welt von morgen wichtiger sind denn je“, findet auch Henrich Kleyboldt, Schulpflegschaftsvorsitzender der Schillerschule: „Die Kinder sind stolz wie Bolle, wenn sie den Schulweg alleine zurücklegen.“ So lernen sie, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen und kommen wach und aufmerksam in der Schule an. Ein Baustein des Projekts sind Sterne, die die Klassen sammeln, wenn die Kinder mit Warnweste und zu Fuß in die Schule kommen. Bei einer mit der Klasse vereinbarten Zahl an gesammelten Sternen gibt es einen Ausflug zum Spielplatz oder auch mal keine Hausaufgaben. So haben die Kinder einen eigenen Anreiz, zu Fuß zu laufen. „Manchmal sind es dann die Kinder, die ihre Eltern erziehen und sie dazu bewegen, sie an der Elternhaltestelle abzusetzen“, so Senftleben. Als selbstverantwortlicher Mensch hat man häufig selbst die Lösung in der Hand. Auch das zeigt dieses Projekt.

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