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Schaufensterkrankheit

Wenn das Gehen zur Qual wird

Anne-Kathrin Dauphin
Chefärztin Anne-Kathrin Dauphin Foto: EvK

Schmerzende Beine können ein Zeichen für Erschöpfung sein oder aber auch das Symptom für eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK). Den meisten Menschen ist diese Erkrankung eher als Schaufensterkrankheit ein Begriff, da die Betroffenen aufgrund ihrer Schmerzen während des Laufens immer wieder gezwungen sind stehenzubleiben, damit die Beschwerden nachlassen. Bei der Schaufensterkrankheit handelt es sich um eine Durchblutungsstörung der Beine, bei der es durch Kalkablagerungen in den Arterien zu Engstellen oder Verschlüssen kommt, die die Durchblutung behindern. Zu den Patienten zählen vor allem Männer ab einem Alter von 55 Jahren, Frauen sind deutlich weniger betroffen und erst ab 65 Jahren gefährdet.

Das Problem der pAVK ist, dass sie häufig unterschätzt wird. Denn in ihrem Anfangsstadium verursacht sie nur geringe bis gar keine Schmerzen. Erst in einem weiteren Stadium treten starke Beschwerden beim Gehen auf. In 20 Prozent aller Fälle leiden die Betroffenen im späteren Verlauf schließlich auch im Ruhezustand unter Schmerzen oder unter Wunden, die nicht heilen – das sogenannte Raucherbein. Im schlimmsten Fall droht die Amputation der betroffenen Gliedmaße. Beschwerden in den Beinen können aber auch der Hinweis auf eine Arterienverkalkung an anderen Stellen des Körpers sein, wie zum Beispiel an der Halsschlagader oder an den Herzgefäßen. Umso wichtiger sind eine umfassende Untersuchung und später eine regelmäßige Kontrolle. Denn bei der Arterienverkalkung handelt es sich um eine chronische Erkrankung, die stetig fortschreitet. Als Risikofaktoren gelten insbesondere Bluthochdruck, zu hohe Blutfettwerte und das Rauchen. Aber auch ein Diabetes und familiäre Vorbelastungen erhöhen die Erkrankungsgefahr. Um vorzubeugen, hilft es, die genannten Risikofaktoren zu verringern. Das bedeutet u.a. die optimale Einstellung eines Bluthochdrucks, das Reduzieren von hohen Blutfettwerten, der Verzicht auf Nikotin und die engmaschige Kontrolle und Therapie eines Diabetes.

Gesundheitstipp aus dem EvK Herne

Kontakt: EvK Herne

Klinik für Gefäßchirurgie

Sekretariat 02323/498-2027

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