Drei gute Gründe für die Gute Stube

Lecker essen in der Guten Stube.
Lecker essen in der Guten Stube. Foto: Stefan Kuhn

Gleich drei Gründe waren es Jan Hendrik van Dillen wert, am Dienstag (2.10.18) zu einem Pressegespräch in die Gute Stube des Parkhotels an der Schaeferstraße einzuladen. Der Pächter und Geschäftsführer des Traditionshauses am Stadtgarten war sichtlich erfreut, dass sein Haus auch in diesem Jahr zu den 500 besten Restaurants in Deutschland der Fachzeitschrift Der Feinschmecker zählt. Erstmals erfolgte die Erwähnung in der gastronomischen Rangliste im Jahr 2017.

Das Fachmagazin - Feinschmecker - empfiehlt die Gute Stube.
Das Fachmagazin - Feinschmecker - empfiehlt die Gute Stube. Foto: Stefan Kuhn

Van Dillen sieht sich darin in seinem gastronomischen Konzept bestätigt, seitdem er im Januar 2017 das Haus von seinem Vater, dem langjährigem Pächter, übernahm. So kommen inzwischen zahlreiche Gäste von weit her, die sich von der Qualität der Küche überzeugen wollen, verbunden mit einer Übernachtung im renovierten Parkhotel.

Die Gute Stube ist jetzt Mitglied der Chaine des Rotisseurs - eine weltweite Vereinigung von Feinschmeckern und Gastronomen.
Die Gute Stube ist jetzt Mitglied der Chaine des Rotisseurs - eine weltweite Vereinigung von Feinschmeckern und Gastronomen. Foto: Stefan Kuhn

Das sich die Qualität von Küche und Restaurant inzwischen weit über die Stadtgrenzen hinaus herumgesprochen hat, zeigt auch, dass renommierte Restaurantexperten den Weg nach Herne finden. Neulich waren es an einem Tag unabhängig voneinander Testesser des Guide Michelin und des Gault Millau. So fällt dem Personal schnell auf, wenn ein einzelner Gast zur Mittagszeit ein opulentes 5-Gänge-Menue bestellt, um die Küche unangemeldet auf die Probe zu stellen. Am selben Abend wiederholte sich die Situation in ähnlicher Weise.

Die Gute Stube ist Mitglied der Chaine des Rotisseurs. v.l. Jan Hendrik van Dillen, Günter Naroska.
Die Gute Stube ist Mitglied der Chaine des Rotisseurs. v.l. Jan Hendrik van Dillen, Günter Naroska. Foto: Stefan Kuhn

Darüber hinaus ist eine weitere Auszeichnung von Bedeutung: das Restaurant am Stadtgarten ist inzwischen Mitglied in der Confrérie de la Chaîne des Rôtisseurs, einer internationalen gastronomischen Gesellschaft, die sich der „Hohen Kunst des Kochens“ verpflichtet fühlt und die Aufrechthaltung gastronomischer Werte und gepflegter Tischsitten fördert. Eine Mitgliedschaft die im Übrigen angetragen wird. Dazu wurde am Dienstag offiziell die Messingplakette vom Vorsitzenden der Baillage Westfalen-Lippe, Günter Naroska, überreicht.

Küchenchef der Guten Stube: Thorsten Brodal.
Küchenchef der Guten Stube: Thorsten Brodal. Foto: Stefan Kuhn

Neu an Bord ist seit dem 1. 6.2018 Küchenchef Thorsten Brodal (zum halloherne-Interview mit Thorsten Brodal). Der 41-jährige Spitzenkoch folgt auf Suvad Memovic, der sich mit seinem Bruder in einer Gastronomie in Wuppertal selbständig gemacht hat. Van Dillen bedauert seinen Weggang, da er ihm zu dem Zeitpunkt sehr ungelegen kam, als dieser den gastronomischen Anspruch der „Guten Stube“ weiter nach vorne brachte und bundesweit ins Bewusstsein rückte. Einen passenden Nachfolger zu finden war folglich nicht leicht, denn Herne steht weniger auf der Wunschliste vieler Spitzenköche, die es eher in die bekannten Metropolen und die großen Häuser zieht, was auch ein eigens beauftragter Headhunter van Dillen bestätigte.

v.l. Thorsten Brodal (Küchenchef), Günter Naroska (Chaine des Rotisseurs), Jan Hendrik van Dillen (Gute Stube), Ingrid Barbara Seite-Naroska (Chaine des Rotisseurs).
v.l. Thorsten Brodal (Küchenchef), Günter Naroska (Chaine des Rotisseurs), Jan Hendrik van Dillen (Gute Stube), Ingrid Barbara Seite-Naroska (Chaine des Rotisseurs). Foto: Stefan Kuhn

Die Wahl fiel schließlich auf den langjährigen Küchenchef des Zwei-Sterne-Hauses Sackmann in Baiersbronn, der nun mit Frau und Kindern, nach einem Zwischenstopp in der Uckermark, vom Land in die Großstadt zieht. Trotz der Vorschusslorbeeren war Hendrik van Dillen bis zum Schluss sehr gespannt, was sein neuer Küchenchef auf die Karte bringt. „Er ist ja als Friese eher wortkarg und hat niemandem in der Küche verraten, was zukünftig auf den Tisch kommt. Erst als die neue Karte fertig war, haben die Köche und ich am ersten Abend erfahren, wo die Reise hingeht“, so van Dillen erleichtert und sehr zufrieden.

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