Donnerstag, 19. Januar 2012
Das Möbelhaus Zurbrüggen plant seine Neu-Eröffnung (am 26. Januar), und mehr als 100 zusätzliche Mitarbeiter werden benötigt. Fachkräfte der Möbelbranche aber sind nicht einfach zu rekrutieren. Was tun? Die Agentur für Arbeit, gleichermaßen im Dienst für Arbeitnehmer wie Arbeitgeber, "strickte" eine Lösung. "Eine passgenaue Vermittlung", sagte Thomas Keyen, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit. Qualifiziert als Einrichtungsfachberater, Küchenplaner und Fachmarktverkäufer starten mit der Eröffnung . . .
Das Möbelhaus Zurbrüggen plant seine Neu-Eröffnung (am 26. Januar), und mehr als 100 zusätzliche Mitarbeiter werden benötigt. Fachkräfte der Möbelbranche aber sind nicht einfach zu rekrutieren. Was tun? Die Agentur für Arbeit, gleichermaßen im Dienst für Arbeitnehmer wie Arbeitgeber, "strickte" eine Lösung. "Eine passgenaue Vermittlung", sagte Thomas Keyen, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit.
Qualifiziert als Einrichtungs-Fachberater, Küchenplaner und Fachmarktverkäufer starten mit der Eröffnung des Zurbrüggen Wohn-Zentrums über hundert neue Profis der Möbelbranche durch. "Das Unternehmen kam sehr zeitig (März 2011) mit seinem Vorhaben zu uns. So konnten wir bei der Personalgewinnung von Anfang an unterstützen - angefangen bei der Erstellung eines Zeitplans über die Auswahl von geeigneten Bewerbern bis hin zur bedarfs- und marktgerechten Qualifizierung", so Keyen. "Nach intensiven Auswahlgesprächen haben gut 100 Kandidaten das Rennen gemacht - insgesamt 600 Bewerbungen lagen uns vor." Knapp sechs Monate dauerte es, bis alle Teilnehmer nach eingehendem Schulunterricht und Praktika ihre Prüfungen antreten konnten. Finanziert wurde die Weiterbildung von der Agentur für Arbeit.
Der Aufwand hat sich gelohnt. Das Engagement der auserwählten Kandidaten war außerordentlich hoch. Alle erfolgreich abgeschlossenen Teilnehmer erhalten mit der Zertifikatsübergabe auch gleich eine Anstellung im Wohn-Zentrum Herne. "Das erworbene Zertifikat ermöglicht den neuen Fachkräften aber nicht nur bei Zurbrüggen hervorragende Möglichkeiten. Die Qualifizierungen sind allesamt bundesweit anerkannt und einsetzbar. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt und auf einen dauerhaften Verbleib in Beschäftigung haben sich für die Teilnehmer damit um ein Vielfaches erhöht", sagte Keyen.
Unter den neuen Fachkräften befinden sich alleinerziehende Mütter, junge Migranten und "ältere Herrschaften". Das Spektrum ist bunt, die Altersklassen sind alle vertreten. Die Teilnehmer haben im letzten halben Jahr einiges beackern müssen, aber die Stimmung ist gut. Ein 61-Jähriger übernahm während der Ausbildungszeit die Rolle des Klassensprechers. Einige "Schüler" haben geheiratet - mit einem Fachkräfte-Zertifikat in den Händen wird auch die Familienplanung leichter. "Ausschließlich Fachkräfte werden immer gefragter - aber auch knapper", so Thomas Keyen.
Und auch Christian Zurbrüggen, Geschäftsführer der Zurbrüggen Wohn-Zentrum GmbH, ist vollends zufrieden: "Eine Neu-Eröffnung ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass es immer schwieriger wird, in unserer Branche gute Leute zu bekommen. Der Einsatz und die Unterstützung der Agentur für Arbeit waren eine große Hilfe. Qualifiziertes Personal ist für jeden Erfolg unabdingbar. Ich bin mir sicher, dass wir jetzt einen guten Start an den Tag legen können."
Textquelle: Bundesagentur für Arbeit