Dienstag, 26. Juni 2012
Am 9. Juli beginnen in Nordrhein-Westfalen die Sommerferien. Höchste Zeit den eigenen Impfschutz zu überprüfen. Die Gefahr, eine Infektionskrankheit als Reisesouvenir mit nach Hause zu bringen, ist größer als viele Reisende vermuten“, sagt Dr. Wolfgang-Axel Dryden, 1. Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe.
Reisende sollten sich spätestens sechs Wochen vor Reiseantritt über den passenden Impfschutz und weitere Vorsorgemaßnahmen von ihrem Arzt beraten lassen. „Auch bei Reisen im Inland ist es wichtig, dass man über einen umfassenden Impfschutz verfügt. So kann z.B. für Urlauber, insbesondere in Risikogebieten der südlichen und östlichen Bundesländer, die Gefahr bestehen, sich bei einem Zeckenbiss mit FSME zu infizieren“, sagt Dr. Doris Dorsel, Leiterin der Patientenberatung Westfalen-Lippe.
Eine Reise ist eine gute Gelegenheit auch seinen Standardimpfschutz überprüfen zu lassen. Allgemeine Impfungen, wie z.B. gegen Masern oder Tetanus, werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Die Kosten für eine klassische Reise- schutzimpfung, wie z.B. Hepatitis A und B, Cholera, Gelbfieber, Tollwut oder Typhus, müssen von den Patienten selber getragen werden.
In den letzten Jahren übernehmen aber immer mehr gesetzliche Krankenkassen auch die Kosten für die Reiseschutzimpfungen. Eine Nachfrage bei der eigenen Krankenkasse lohnt sich also. Da die es sich bei der Reiseschutzimpfung um eine Präventionsmaßnahme handelt, fallen keine Praxisgebühren an.
Mehr Informationen zum Thema Reiseschutzimpfung finden Sie auf der Seite der KBV unter: http://www.kbv.de/themen/39265.html